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Mittelständler bewerten Geschäftslage so gut wie vor der Krise

(ddp) Die deutschen Mittelständler bewerten ihre Geschäftslage inzwischen wieder genauso positiv wie noch vor Krisenbeginn.

52 Prozent der Unternehmen halten ihre aktuelle Lage für «gut» sowie 38 Prozent für «eher gut», wie aus dem neuen Mittelstandsbarometer des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young hervorgeht, das am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Die Einschätzung entspreche in etwa den Werten von Januar 2008. Für das aktuelle Barometer waren im Juli 700 nicht-kapitalmarktorientierte Unternehmen mit 30 bis 2000 Mitarbeitern befragt worden. Demnach erwarten vier von zehn Mittelständler ebenso für die kommenden sechs Monate eine weiterhin gute Geschäftslage, wie Ernst & Young-Partner Peter Englisch sagte: «Die Zahl der Optimisten steigt. Wir können davon ausgehen, dass das Sommermärchen auch zu einem Herbstmärchen werden wird.»

Am positivsten werde die Entwicklung im Handel und in der Industrie bewertet, im Baubereich seien die Erwartungen verhaltener. Ebenso gehen sechs von zehn Mittelständlern von einer Verbesserung
der allgemeinen Wirtschaftslage in Deutschland aus. «Allerdings sind die Rezessionsängste nicht ganz verschwunden», betonte Englisch. 40 Prozent der Befragten sähen die Gefahr eines wirtschaftlichen Abschwungs, ostdeutsche Unternehmer (44 Prozent) seien hier leicht
pessimistischer als westdeutsche (38 Prozent). Die Investitionsbereitschaft der Unternehmer steige zudem auf eher niedrigem Niveau, sagte Englisch. 24 Prozent planten ihre Ausgaben zu steigern, im Juli vergangenen Jahres waren es noch 19 Prozent, im Januar 2009 nur 17 Prozent. Die wichtigsten ausländischen Märkte für den deutschen Mittelstand sind der Umfrage zufolge Frankreich, Österreich, Polen und China. Englisch warb dafür, den Fokus künftig von den «gesättigten Märkten» Europa und USA weg und hin auf die Schwellenländer zu richten: «Der Mittelstand muss sich von alten Denkmustern lösen und in neue Märkte gehen», sagte er. So sei beispielsweise Brasilien ein «deutlich unterschätzter Markt».

(ddp)


 


 

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