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Größere Streiks in Autowerkstätten schon im Mai möglich

Im Tarifkonflikt des nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbes könnte es schon im Mai zu größeren Streiks in Autowerkstätten kommen. Das sagte IG-Metall-Landeschef Oliver Burkhard der in Essen erscheinenden «Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung». Eine für Freitag geplante sechste Verhandlungsrunde für die rund 85 000 Beschäftigten der Kfz-Branche in NRW war am Donnerstag geplatzt.

Burkhard warf der Arbeitgeberseite vor, sich quasi durch «Selbstmord» den Verhandlungen entzogen zu haben. «Wir sind nun in der ungewöhnlichen Lage, dass wir keinen Adressaten für die Gespräche mehr haben, nicht mal einen Briefkasten», sagte der Gewerkschafter. Weiter kritisierte er: «Was da läuft, sind tarifpolitische Hütchenspielereien.» Nach fünf Verhandlungsrunden sei ernsthaft eine sechste Runde vereinbart worden, «und dann erklärt sich die Arbeitgeberseite plötzlich für tarifunfähig».

Die IG Metall hatte zum Auftakt der Tarifverhandlungen eine Einkommenssteigerung von fünf Prozent ab dem 1. März verlangt. Um Druck auf die Arbeitgeberseite zu machen, hatte die Gewerkschaft zudem zu zahlreichen Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitgeber hatten zuletzt eine stufenweise Anhebung der Entgelte um 6,5 Prozent bis zum 1. Dezember 2009 angeboten. Streit hatte sich allerdings an der Frage der längeren Wochenarbeitszeit entzündet.

(Redaktion)


 

 

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