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Gutscheine müssen lange gelten

Wenn Unternehmen Geschenkgutscheine verkaufen, dann müssen sie damit rechnen, dass die Kunden sich mit dem Einlösen Zeit lassen. Wurde auf dem Gutschenin Frist durch Aufdruck gesetzt , gilt diese als AGB und darf nicht zu kurz sein, so ARAG Experten. Hierzu gibt es zwar unterschiedliche Rechtsprechungen, wobei sich alle Gerichte einig sind, dass eine Frist von unter einem Jahr nicht angemessen ist.


Bei handschriftlicher Vereinbarung sollte bereits beim Kauf auf die angemessene Frist geachtet werden, da diese als individuell vereinbart gilt und nicht der AGB-Kontrolle unterliegt. Ist auf dem Gutschein überhaupt keine Frist vermerkt, so gilt regelmäßig eine Verjährungsfrist von 3 Jahren.

Ist der Gutschein in Vergessenheit geraten und die Frist abgelaufen, können Kunden – bis zum Eintritt der Verjährung – zumindest das Geld abzüglich des entgangenen Gewinns gemäß § 812 BGB zurückverlangen, weil ansonsten der Händler ungerechtfertigt bereichert ist.

Und wenn ein Hardrockfan mit dem Gutschein für einen Opernbesuch so gar nichts anfangen kann, kann er diesen auch weiter verschenken oder tauschen. Denn Gutscheine können von jedermann eingelöst werden, da sie so genannte Inhaberpapiere gemäß § 807 BGB sind und es nur auf ihren Besitz ankommt – nicht auf den eingetragenen Namen.

(ARAG)


 


 

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