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IHK-Konjunkturumfrage Frühjahr 2010

Stimmung in Handel und Dienstleistung verbessert

Im Handel, aber besonders im Dienstleistungsbereich hat sich die Stimmung im Vergleich zum Vorjahr erkennbar verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in ihrer aktuellen Frühjahrskonjunkturumfrage in diesen beiden Sektoren.

1.598 Unternehmen mit zusammen 59.960 Beschäftigten haben sich an der Befragung beteiligt. „Die positive Erwartungshaltung der Dienstleistungsunternehmen für die kommenden Monate überwiegt. Die Entwicklung und Erwartung im Handel hat sich etwas verhaltener verbessert“, kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff  die Umfrageergebnisse vor der Presse. „Der Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist im Handel von 86 Punkten im Frühjahr 2009 auf aktuell 99 gestiegen, bei den Dienstleistungen von 84 Punkten auf 113“, erläuterte Niehoff. „Es ist besonders erfreulich, dass beide Indikatoren gegenüber der vorigen Frühjahrsumfrage deutlich angestiegen sind. Die 100 markiert die Grenze zwischen einer überwiegend positiven oder negativen Stimmung.“ Inwieweit sich diese positive Entwicklung stabilisieren werde, hänge insbesondere von der Entwicklung am Arbeitsmarkt, der Binnennachfrage sowie vom Export ab. „Eine gewisse Unsicherheit ist nach wie vor vorhanden, auch wenn sie nicht mehr so groß ist wie vor einem Jahr“, unterstrich der IHK-Hauptgeschäftsführer.

Das werde auch bei den Erwartungen im Handel deutlich: „23 Prozent der Handelsunternehmen rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage, 25 Prozent mit einer Verschlechterung“, führte Reinhard Dieter Wolf, Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses, aus. Der Saldo aus Besser-/ Schlechtermeldungen sei um 30 Prozentpunkte auf einen Wert von -2 deutlich gestiegen. „Die Optimisten sind nur noch minimal in der Minderheit“, betonte Wolf. Dabei blicke der Großhandel optimistischer als der Einzelhandel in die Zukunft. Hoffnung auf eine Konsumbelebung bestehe durch Steuerentlastungen und die Erhöhung des Kindergeldes. Steigendes privates Einkommen sei für 2010 allerdings eher fraglich. „Die Wolken am Konjunkturhimmel verziehen sich und der Jobmotor Dienstleistung nimmt wieder Fahrt auf“, hob Reinhold Prohaska, Vorsitzender des IHK-Dienstleisterausschusses, hervor.

Die konjunkturellen Auftriebskräfte in der Region stabilisierten sich und wirkten positiv auf die Dienstleistungsbranchen. Nicht nur die aktuelle Stimmung bei den Dienstleistern habe sich in den vorigen Monaten deutlich verbessert, auch die Erwartungen für die nächsten zwölf Monate seien deutlich positiver als noch vor einem Jahr. Die Ausgangslage in den einzelnen Branchen sei allerdings sehr unterschiedlich, auch wenn die Erwartungen ähnlich seien. „Maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung haben die IT-Dienstleister und das Verkehrsgewerbe als Frühindikator“, erläuterte Prohaska. Harald Grefe stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, führte zu den aktuellen Strukturdaten der Sektoren in Ostwestfalen aus, dass speziell im Dienstleistungsbereich eine starke Dynamik vorherrsche. Nicht verwunderlich sei, dass die Zahl der Neugründungen im Handel stagniere. Grefe: „Es ist erfreulich, dass die Anzahl der Industriebetriebe in unserer Region gestiegen ist, denn sie ziehen auch viele Gründungen industrienaher Dienstleister nach sich“.

(Redaktion)


 


 

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