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Handwerkskammer OWL

Trend zur Lehre im Handwerk hält in OWL an

Immer mehr junge Menschen sehen ihre berufliche Zukunft im Handwerk. Bei den neu abgeschlossenen Lehrverträgen meldet die Bielefelder Handwerkskammer derzeit einen Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Trotz sinkender Bewerberzahlen sei mit insgesamt 1.567 Neuverträgen am 1. Juli 2010 ein "erfreuliches Zwischenergebnis" erzielt worden, sagte die ostwestfälisch-lippische Handwerkspräsidentin, Lena Strothmann, am Freitag in Bielefeld. Der Trend zur Lehre im Handwerk halte an. Es sei jedoch noch zu früh, Rückschlüsse auf die endgültigen Ausbildungszahlen zu ziehen. Nach Einschätzung der Präsidentin dürfte sich die rückläufige Zahl der Schulabgänger im Laufe des Jahres noch bemerkbar machen.

In der Hitliste der beliebtesten Handwerklichen Ausbildungsberufe rangieren bei den Männern nach wie vor die Kfz-Mechatroniker auf Platz 1, berichtete Geschäftsführer Elmar M. Barella. Bei den Frauen führe der Friseurberuf das Ranking an. Als Gründe für den positiven Trend auf dem Ausbildungsmarkt nannte der Bildungsexperte zum einen die verbessere Konjunkturlage und das erfolgreiche Bemühen von vier Lehrlingswerbern der Handwerkskammer um qualifizierten Nachwuchs. Präsidentin Strothmann verwies auch auf die erfolgreiche Imagekampagne des Deutschen Handwerks. "Gerade bei Jugendlichen entwickelt sich die Imagekampagne immer mehr zum Hit, und daher wollen so viele Schulabgänger eine Ausbildung bei der Wirtschaftsmacht von nebenan beginnen", sagte Strothmann.

Für den Kreis Minden-Lübbecke wird laut Kammer bei den Neuverträgen ein Zuwachs von gut 31 Prozent gemeldet, dagegen schlage in Bielefeld ein Minus von derzeit 19 Prozent zu Buche. Die Präsidentin rief die Betriebe auf, in ihrem Ausbildungsengagement nicht nachzulassen und "möglichst über den eigenen Bedarf" auszubilden. Top-Leistungen im Handwerk seien ohne qualifizierten Nachwuchs nicht möglich, betonte Strothmann.

Ihr besonderer Appell ging an Schulabgänger mit Migrationshintergrund.
"151 verschiedene Berufe stehen bundesweit zur Wahl! Junge Menschen sollten das breite Spektrum der Berufe und nicht nur einen
Wunschberuf im Blick zu haben", so die Präsidentin.

Im Handwerk Ostwestfalen-Lippes werden aktuell rund 13.000 junge Menschen ausgebildet, fast jeder vierte Lehrling im regionalen Handwerk ist weiblich.

(Redaktion)


 


 

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