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Gehaltsentwicklung 2010

Hewitt-Studie: 2,5 Prozent mehr Lohn in Deutschland

Deutsche Unternehmen erhöhen im kommenden Jahr die Gehälter voraussichtlich im Schnitt um 2,5 Prozent. Das ergab die aktuelle Hewitt-Studie „Global Salary Planning Report 2009 and 2010“ zur weltweiten Gehaltsentwicklung, die in 46 Ländern durchgeführt wurde.

Die Studie des Vorjahres prognostizierte für Deutschland im Jahr 2009 eine Gehaltssteigerung von 3,3 Prozent. Letztendlich jedoch sind die Löhne hierzulande im Schnitt nur um 2,1 Prozent geklettert. „Die Personalkosten wurden in diesem Jahr auf Grund der wirtschaftlich angespannten Lage weltweit auf den Prüfstand gestellt. Engagierte und motivierte Leistungsträger sind jedoch nach wie vor eine der wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens, die insbesondere in schwierigen Zeiten einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der Marktposition leisten. Um gute Mitarbeiter im Unternehmen zu halten und neue zu gewinnen, sollten Unternehmen ihre Gehaltsniveaus auch auf internationaler Ebene vergleichen und kontrollieren. Nur so können Arbeitgeber eine attraktive und marktgerechte Vergütung sicherstellen“, sagt Marco Reiners, Leiter des Bereichs Vergütung der Personalmanagement-Beratung Hewitt Associates.

Die jährlich durchgeführte Studie liefert Informationen über die Gehaltserhöhungen in 46 Ländern und analysiert die Vergütungspraktiken von mehr als 5.000 Unternehmen. In Deutschland haben sich 123 Unternehmen an der Studie beteiligt. Der Report prognostiziert die aktuellen Erhöhungen, die erwarteten Steigerungsraten für das kommende Jahr und detaillierte Auswertungen, je nach Hierarchiestufe, Branche, Unternehmensgröße und Land.

Topmanager legen am meisten zu

Die höchsten Gehaltszuwächse in deutschen Unternehmen darf das Topmanagement erwarten. Hier werden die Löhne im Schnitt um 2,6 Prozent zulegen, dicht gefolgt vom mittleren Management und den Spezialisten, die im kommenden Jahr eine Steigerungsrate von 2,5 Prozent erwarten dürfen. Auf der Ebene der Sachbearbeiter sind durchschnittliche Gehaltssteigerungen von 2,4 Prozent möglich.

Vergleich: Gehaltssteigerungen im deutschsprachigen Raum

Im deutschsprachigen Raum hat Österreich mit einer hierarchieübergreifenden Steigerungsquote von 2,7 Prozent die Nase vorn. Deutschland liegt mit 2,5 Prozent in der Mitte und die Schweiz bildet mit erwarteten Lohnzuwächsen von 1,9 Prozent das Schlusslicht. „Die Mitarbeitervergütung ist nach wie vor ein wichtiger Faktor, jedoch nicht mehr die einzige Attraktivität, mit der Unternehmen auf dem Bewerbermarkt punkten können. Wichtig ist, dass das Gesamtvergütungspaket, in dem freiwillige betriebliche Nebenleistungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, attraktiv gestaltet ist und kommuniziert wird, so dass es sowohl Mitarbeiter als auch potenzielle Bewerber überzeugt“, sagt Marco Reiners.

(Redaktion)


 


 

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