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Lohndebatte

IG Metall fordert vorgezogene Lohnerhöhungen

(dapd) Angesichts der schnellen wirtschaftlichen Erholung erhöht die IG Metall in der Lohndebatte den Druck auf die Arbeitgeber.

Die Gewerkschaft forderte die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie auf, dem Beispiel von Bosch, Porsche, Audi und anderen zu folgen und die zum April vereinbarte Einkommenserhöhung zwei Monate früher auszuzahlen. "Die Beschäftigten müssen am Aufschwung teilhaben", sagte IG-Metall-Vorstandsmitglied Helga Schwitzer der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Die wirtschaftliche Erholung habe zwar noch nicht in allen Branchen und Unternehmen voll durchgeschlagen, sagte sie. Aber in der Automobilindustrie habe sie überraschend rasch gegriffen.

So liegen beispielsweise die Ergebnisse der Unternehmen in den Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Saarland zu 80 Prozent über den Erwartungen, wie der IG-Metall-Bezirksleiter für diese vier Bundesländer, Armin Schild, der Zeitung sagte. "Bislang profitieren davon aber nur 15 Prozent der Beschäftigten in diesen Firmen." Der Unmut der Arbeitnehmer wachse. "Wir fordern daher, dass systematisch untersucht wird, welche Unternehmen derzeit über Plan liegen. Dort soll die Tariferhöhung vorgezogen werden", sagte Schild.

Auch bei Mittelständlern und Zuliefererbetrieben wird die Tariferhöhung vorgezogen. Nach Gewerkschaftsangaben will der württembergische Maschinenbauer Voith seinen rund 17.600 Mitarbeitern in Deutschland die Entgelte vorzeitig erhöhen. Beschlossen seien vorgezogene Lohnerhöhungen beim Zulieferer ZF aus Friedrichshafen und SKF Schweinfurt. In Berlin wird derzeit laut IG Metall darüber bei den Aufzugherstellern Schindler und Otis verhandelt.

(dapd )


 


 

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