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IHK-Berufserfolgsumfrage: Weiterbildung lohnt sich!

„Weiterbildung lohnt sich – sowohl für den Einzelnen als auch für die Unternehmen“, beschreibt Swen Binner, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung, das Ergebnis der jüngsten Weiterbildungserfolgsumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und der Industrie- und Handelskammern (IHKs).

Binner: „Vor der entsprechenden Weiterbildungsprüfung waren in Ostwestfalen 25 Prozent als Facharbeiter und etwa 46 Prozent als Sachbearbeiter angestellt. Nach der Prüfung waren es nur noch 12 Prozent als Facharbeiter und 28 Prozent als Sachbearbeiter. Im Gegenzug wuchs der Anteil der Gruppen- und Abteilungsleiter, Betriebsleiter und Geschäftsführer von zehn auf 25 Prozent.“

Bundesweit vervierfachte sich nach der Prüfung gar die Zahl der Meister. Andererseits halbierte sich etwa unter den Umfrage-Teilnehmern der Anteil der Arbeitslosen von knapp drei Prozent vor der Prüfung auf 1,2 Prozent nach der Prüfung. „Der Beitrag der beruflichen Weiterbildung zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und darüber hinaus zur Verringerung des Fachkräftemangels in Deutschland ist unübersehbar“, hebt Binner hervor. Nahezu 11.000 Absolventen – darunter 252 aus Ostwestfalen - haben sich bundesweit an der Umfrage beteiligt, und fast 70 Prozent davon die Frage nach den Vorteilen der Weiterbildung auf ihre berufliche Entwicklung mit einem eindeutigen „Ja“ beantwortet. Doris Fiedler hat bei der IHK Ostwestfalen 2006 ihren Abschluss zur Indus-triemeisterin Elektrotechnik gemacht. Seitdem ist sie bei der Deutsche Telekom AG in Bielefeld als Ausbilderin beschäftigt: „Wer heute nicht reagiert, wird künftig einen Wandel hinnehmen müssen, den andere eingeleitet haben. Der Meisterbrief bietet eine umfassende Qualifikation, sowohl technisch als auch kaufmännisch. Heute bin ich froh, diesen Schritt getan zu haben.“

Sehr zufrieden mit ihrem erfolgreichen Abschluss zur Medienfachwirtin ist Stephanie Fehlbier, die seit der Rückkehr aus ihrer Elternzeit im Bereich der Kundenakquise bei Mohn Media in Gütersloh tätig ist: „Während der Elternzeit fasste ich den Entschluss, die Weiterbildung zur Medienfachwirtin zu beginnen. Ich glaube, dass ich durch diese Weiterbildung ein Zeichen gegeben habe, dass man auch in Zukunft mit meinem Engagement und Einsatz rechnen kann.“

„Erfolg bedeutet allerdings nicht immer sofort Aufstieg“, erläutert Dietmar Mann, IHK-Referent für Fortbildungsprüfungen. „Finanzielle Verbesserung, mehr Verantwortung bei gleicher Position sowie eine bessere Bewältigung der gestellten Aufgaben und eine größere Arbeitsplatzsicherheit sind gleichfalls positive Auswirkungen beruflicher Weiterbildung. Interessant sei die Tatsache, dass der Anteil derer, die von der Weiterbildung profitierten, mit zunehmendem zeitlichen Abstand zur Prüfung steige. „Fünf Jahre nach ihrer Prüfung geben in Ostwestfalen 80 Prozent der Absolventen an, sich beruflich verbessert zu haben.“ In den meisten Fällen kann dies sogar im gleichen Betrieb erreicht werden: Lediglich für gut 20 Prozent sei dafür ein Wechsel des Unternehmens erforderlich gewesen.

Erfreulich sei auch die Tatsache, dass die Unternehmen den Willen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum beruflichen Aufstieg honorierten, so Mann. Dabei dominiere die finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus „genießen“ Beschäftigte aber auch zum Teil eine zeitweise Freistellung oder sie würden ideell in ihren Weiterbildungsbemühungen unterstützt.

(Redaktion)


 


 

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