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IHK-Bielefeld

IHK-Exportbarometer 2014: Außenhandel bleibt Wachstumsmotor

Mit rund 14 Milliarden Euro erreichten die Auslandsumsätze des Verarbeitenden Gewerbes im Jahr 2013 in Ostwestfalen einen neuen Rekord. Die ostwestfälischen Exporte in der Industrie stiegen 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent. Erhoben wurden die Daten für das „Exportbarometer Ostwestfalen 2014“ von der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK).

An der Umfrage nahmen 244 Unternehmen mit über 54.000 Beschäftigten teil. Das Exportbarometer wurde zum achten Mal veröffentlicht. „Der Außenhandel bleibt der Wachstumsmotor Ostwestfalens“, betonte Oliver Höner, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses, heute (15.04.2014) bei der Präsentation der Ergebnisse. „Für 2014 rechnet unser Dachverband DIHK mit einem Exportwachstum von 4,5 Prozent für deutsche Exporte.“
Allerdings bleibe die Internationalisierung des Mittelstandes in Ostwestfalen trotz der anhaltenden positiven Entwicklung ein sehr wichtiges Thema, denn die Exportquote sei mit 35,6 Prozent zwar zum Vorjahr um 1,4 Prozent gestiegen, im Vergleich zum Land NRW (44,3 Prozent) und Bund (47,5 Prozent) jedoch unterdurchschnittlich. Hier gelte es anzusetzen. In diesem Zusammenhang sei es erfreulich, dass Ostwestfalen immer „internationaler“ werde. „Nach unserer Schätzung sind von den rund 110.000 Gewerbetreibenden der Region über 8.000 zumindest teilweise grenzüberschreitend aktiv. Etwa 4.500 betreiben ein regelmäßiges Auslandsgeschäft, davon haben zirka 50 Prozent eine eigene Niederlassung oder Produktionsstätte im Ausland“, berichtete Höner.
Ihre führende Stellung als exportstärkste Branche konnte der Maschinenbau wieder ausbauen, der fast ein Viertel des gesamten ostwestfälischen Exportvolumens erwirtschaftet, erklärte Grefe. Die Ernährungs- und Futtermittelindustrie belegt erneut Rang zwei vor den Anbietern elektrischer Ausrüstungen und der Möbelindustrie. Insgesamt entfielen auf diese vier Branchen über 60 Prozent der Exportumsätze.
„68,1 Prozent der Unternehmen erwarten 2014 steigende Auslandsumsätze“, erläuterte Grefe. Bei den aktuellen Geschäftsbeziehungen würden die Nachbarländer Schweiz, Österreich und Tschechien sehr positiv beurteilt, auch die großen Märkte China, USA und Brasilien konnten überzeugen. Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer: „Der russische Markt wird hingegen weit skeptischer bewertet als noch 2012“.
Bei den erwarteten Geschäftsbeziehungen sehen die ostwestfälischen Unternehmen viel Potenzial in den USA und China, die die Spitzenpositionen einnehmen. Ostwestfalens Unternehmen seien 2014 grundsätzlich investitionsfreudig, denn 15,3 Prozent planten Steigerungen ihrer Auslandsinvestitionen, lediglich 1,3 Prozent wollen weniger investieren. „Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr, als die Haltung der Unternehmen eher abwartend war“, betonte Grefe.

(Redaktion)


 


 

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