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IHK Bielefeld

Neuer ostwestfälischer Exportrekord: Auslandsumsätze zum vierten Mal in Folge gestiegen

Mit 14,8 Milliarden Euro erreichen die Auslandsumsätze des Verarbeiteten Gewerbes in der Region zum vierten Mal in Folge ein neues Allzeithoch – zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Exportbarometer der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK).

So stiegen die Umsätze in 2015 um 2,9 Prozent gegenüber 2014 (14,4 Milliarden Euro). „Das Auslandsgeschäft bleibt trotz vieler Krisenherde in der Welt Wachstumstreiber in Ostwestfalen. Seit über zwei Jahrzehnten trägt es maßgeblich zum Erfolg unserer Unternehmen bei“, sagt Oliver Höner, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses, heute (12.04.2016) bei der Präsentation der Umfrageergebnisse in Bielefeld. An der Befragung beteiligten sich 278 Unternehmen mit 65.945 Beschäftigten. 

Auch die Exportquote erreicht mit 36,7 Prozent (2014: 36,3 Prozent) einen neuen Höchststand, bleibt aber wie in den Vorjahren hinter den Werten für NRW (45,5 Prozent) und Bund (49,4 Prozent) zurück. „Doch unsere ostwestfälischen Unternehmer sind optimistisch. 62 Prozent der befragten Firmenvertreter erwarten für 2016 steigende Auslandsumsätze“, erläutert Höner. Bei gut zwei Dritteln der Märkte überwiegen positive Einschätzungen. Zu den Märkten mit den größten Potenzialen zählen Großbritannien, Spanien und China. Die USA seien im abgelaufenen Jahr deutscher Handelspartner Nummer eins geworden, allerdings schätzen die befragten Unternehmen die weitere Entwicklung verhaltener ein. 

Exportorientierte Unternehmen würden zusätzlich zu den positiven Umsatzerwartungen auch bei der Beschäftigtenentwicklung besser abschneiden: So gehen 21 Prozent der im Ausland aktiven Firmen von steigenden Mitarbeiterzahlen aus, im Vergleich zu 16 Prozent bei lediglich im Inland tätigen Betrieben. 

Exportstärkster Kreis bleibt wie zuvor Gütersloh, in dem mit knapp sieben Milliarden Euro 47 Prozent des ostwestfälischen Auslandsumsatzes erwirtschaftet werden. Auf Platz zwei folgen die Unternehmen im Kreis Minden-Lübbecke mit rund 2,4 Milliarden Euro (16 Prozent). Die Betriebe im Kreis Herford erreichen mit knapp zwei Milliarden Euro (13 Prozent) den dritten Rang. Bielefeld überholt mit 1,54 Milliarden Euro in der Rangfolge Paderborn mit 1,49 Milliarden Euro und klettert auf Platz vier. Die Betriebe im Kreis Höxter steuern 459 Millionen Euro zur Exportstatistik bei. 

Zu den Spitzenreitern der Exportbranchen zählen trotz eines leichten Rückgangs der Maschinenbau mit 22,3 Prozent (2014: 23,1 Prozent), die Nahrungs- und Futtermittelindustrie mit 15,7 Prozent (2014: 15,3 Prozent) und die Hersteller elektrischer Ausrüstungen mit 14,2 Prozent (2014: 13,5 Prozent). 

19,5 Prozent der befragten Unternehmen planen höhere Auslandsinvestitionen. Die Mitglieder der „Eurozone“ sind dabei die bevorzugten Investitionsländer, China kommt auf Platz zwei, vor den USA und der Asien-/Pazifik-Region. Als Hauptmotive geben die Firmen den Ausbau ihrer Vertriebs- und Kundendienstnetze an. Zum ersten Mal wurden auch die Hemmnisse bei Auslandsinvestitionen abgefragt: 72 Prozent der Unternehmen nennen „Politische Risiken“ als Hauptgrund dafür, sich bei Investitionen zurückzuhalten. Harald Grefe, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, warnte vor dem Anstieg nichttarifärer Handelshemmnisse und protektionistischer Maßnahmen, die den internationalen Handel behindern und somit den Freihandel erschweren.

(Redaktion)


 


 

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