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IHK Ostwestfalen

IHK-Blitzumfrage: Dollarschwäche trübt konjunkturelle Erwartungen

52 Prozent der befragten Unternehmen haben die Sorge, dass der aktuelle Dollarkurs einen negativen Einfluss auf die konjunkturelle Lage hat. Das ist ein wesentliches Ergebnis einer Online-Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) Anfang Mai 2008, an der 141 exportorientierte Unternehmen in Ostwestfalen teilnahmen.

„Noch kritischer wird die Preiserhöhung bei den Rohstoffen gesehen: 70 Prozent sehen hier eine deutliche Gefahr“, erläutert der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Harald Grefe. Der schwache Privatkonsum habe demgegenüber eine geringere Bedeutung und werde von 41 Prozent der Unternehmen als hauptverantwortlich für die konjunkturelle Lage gesehen.

Exportintensive Unternehmen stärker betroffen

Erkennbar sei eine deutliche Betroffenheit der ostwestfälischen Wirtschaft durch den schwachen Dollarkurs. 53 Prozent aller antwortenden Unternehmen fühlten sich durch den aktuellen Sinkflug des Dollar stark oder sogar sehr stark betroffen. „Bei den exportintensiven Unternehmen ist die Betroffenheit sogar noch höher: 71 Prozent der Unternehmen mit einer Exportquote von mehr als 50 Prozent fühlen sich stark oder sehr stark betroffen“, betont Grefe. Nur acht Prozent der befragten Unternehmen fühlten sich überhaupt nicht, 39 Prozent wenig betroffen. „Die Schmerzgrenze des Dollarkurses war für 88 Prozent der Unternehmen mit dem Höchststand des vorigen Monats von 1,60 Euro mehrheitlich deutlich erreicht oder überschritten. Knapp 40 Prozent halten sogar einen Dollarkurs von 1,40 Euro für zu hoch.“

Positiven Effekte des starken Dollarkurses kompensieren negativen kaum

Preiserhöhungen als Reaktion auf den schwachen Dollar zieht jedes dritte Unternehmen in Betracht, so ein weiteres Umfrageergebnis. 45 Prozent sicherten ihren Wechselkurs ab. 61 Prozent vertrauten auf eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Optimierung der Kostenstruktur in Deutschland. Grefe: „Immerhin 18 Prozent denken über eine Produktionsverlagerung in den Dollar-Raum nach.“ Die positiven Effekte des starken Dollarkurses (z. B. preiswerter Einkauf in der US-Währung) könnten die negativen kaum kompensieren. 81 Prozent der Befragten beurteilten die Kompensationswirkung als nicht vorhanden oder nur gering ausgeprägt.

(Redaktion)


 

 

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