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IHK Lippe

Lippische Industrie im Aufwind

Die 111 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes in Lippe mit in der Regel 50 und mehr Beschäftigten erwirtschafteten von Januar bis November 2010 4,2 Mrd. Euro.

"Trotz dieser positiven Entwicklung wird das Niveau des Erfolgsjahres 2008 immer noch nicht wieder erreicht", kommentiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe), dieses Ergebnis. Die lippische Wirtschaft befindet sich jedoch auf einem guten Weg, ergänzt Martens. Nach 21,4 Prozent in 2009 liegt der Gesamtumsatz per Ende November 2010 nur noch um 8,3 Prozent un-ter dem Spitzenwert von 2008.

Der Gesamtumsatz stieg um 16,6 Prozent (NRW + 11,8 Prozent). Tragende Kraft war unverändert der Export mit einer Zunahme um 24,3 Prozent (NRW + 16,6 Prozent). Aber auch der Inlandsumsatz entwickelte sich mit einem Plus von elf Prozent (NRW 8,4 Prozent) positiv. Die Exportquote, das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, lag bei 44,6 Prozent. Lippe übertrifft damit bei weitem die NRW-Exportquote von 43,3 Prozent.

Die Zahl der Beschäftigten sank um 4,9 Prozent (NRW - 4,1 Prozent) auf 22.790 Personen in Lippe. Ein Teil dieses Rückganges ist allerdings ein statistischer Effekt, da die Zahl der meldepflichtigen Be-triebe um zwölf gesunken ist.

Die Elektroindustrie, Lippes größte Einzelbranche, meldete mit plus 28 Prozent die höchste Wachstumsrate. Rund 60 Prozent des Gesamtumsatzes wurden im Ausland erzielt, der mit einem Plus von einem Drittel erheblich stärker als das Inlandsgeschäft (+ ein Fünftel) wuchs. Erfreulich verlief die Geschäftsentwicklung auch im Maschinenbau und der chemischen Industrie. Die chemische Industrie ist in Lippe die einzige Branche, deren Mitarbeiterzahl sich in den vergangenen elf Monaten erhöht hat (+ 2,4 Prozent). Gleichzeitig ist dies ebenfalls die einzige Branche, die sowohl im Inlands- als auch im Auslandsumsatz das Niveau von 2008 schon wieder erreicht hat.

Die Kunststoffindustrie ist in Lippe nach der Zahl der Beschäftigten und dem Umsatz die zweitwichtigste Einzelbranche. Dieser Wirtschaftszweig kann nur von unterdurchschnittlichen Wachstumsraten berichten. Das Inlandsgeschäft verharrte auf dem Stand des Vorjahres. Der Auslandsumsatz wuchs zwar überdurchschnittlich stark, dies hat jedoch nur geringe Auswirkungen auf den Gesamtumsatz, da sich die Exportquote nur auf gut ein Fünftel beläuft.

Die Möbelindustrie informiert über eine leichte Zunahme des Gesamtumsatzes, dies ist allein auf den Inlandsmarkt zurückzuführen. Der Export blieb im einstelligen Minusbereich.

Die lippische Metallindustrie steckt weiterhin im Umsatzminus. In dieser Einzelbranche musste ein Siebtel der Arbeitsplätze abgebaut werden.

(Redaktion)


 


 

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