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IHK Lippe

Mehr Unternehmensinsolvenzen in 2010

257 Unternehmen stellten im Jahr 2010 beim Detmolder Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Wie die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) mitteilt, waren dies 17,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der IHK Lippe erklärt diese Entwicklung: "Das schwierige Jahr 2009 hat in vielen Unternehmen die Liquiditätsreserven aufgebraucht. Die jetzige konjunkturelle Belebung führt dazu, dass sich die Auftragsbücher füllen, die Vorfinanzierung jedoch nicht gesichert ist. Es fehlen insbesondere Betriebsmittelkredite."

In erster Linie waren Handelsunternehmen (51 Fälle) von der Insolvenz betroffen, gefolgt von Bauunternehmen (41) und dem Gastgewerbe (36 Anträge). 26 Insolvenzen meldeten Freiberufler an. 24 Anträge kamen aus dem Bereich des verarbeitenden Gewerbes.
Ein Fünftel der Betroffenen waren noch nicht länger als drei Jahre am Markt. 959 Arbeitsplätze waren durch die Insolvenz bedroht. Knapp die Hälfte der Unternehmen, die eine Insolvenz beantragen mussten, hatte keinen Beschäftigten.

Neben den Unternehmen beantragten im vergangenen Jahr 613 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in 592 Fällen um Verbraucherinsolvenzen, das waren ein Drittel mehr als 2009.

Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Lippe war 2010 mit 870 um gut ein Viertel höher als im Vorjahr. Die hieraus resultierenden Forderungen summierten sich nach vorläufigen Ergebnissen auf 201 Millionen Euro.

(Redaktion)


 


 

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