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IHK Lippe

IHK-Konjunkturumfrage Tourismus Frühjahr 2013: Hoffen auf den Sommer

Lippische Hoteliers und Gastronomen setzen ihre Hoffnung in die kommende Sommersaison. Die aktuelle Lage ist schwierig: "Hauptrisiko für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Branche sind unverändert die steigenden Energiekosten", erklärt Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe).

 Das strikte Rauchverbot in NRW ab Mai, die Hygieneampel und die anhaltende Konsumzurückhaltung der Gäste stellen weitere Unsicherheitsfaktoren dar. Der IHK-Konjunkturklimaindikator für den Tourismus steigt leicht an und erreicht 84,6 Prozentpunkte. Dies sind die Ergebnisse der aktuellen Saisonumfrage der IHK Lippe.

Die vergangene Saison beurteilt die Hälfte der Hoteliers und Gastronomen als "befriedigend", ein Sechstel verleiht die Note "gut". Die Gastronomen vergeben deutlich bessere Noten als die Hoteliers: Rund 50 Prozent beklagen eine sinkende Zimmerauslastung. Durch die anhaltend schlechte Wetterlage blieben die Gäste aus, mit der Folge, dass mehr als die Hälfte der Betriebe Umsatzrückgänge verzeichnen musste.

Investitionsabsichten sind aktuell kaum vorhanden: Rund vier von zehn wollen den Rotstift ansetzen. Nur ein Achtel will die Investitionsausgaben erhöhen: Dabei soll insbesondere modernisiert und in Umweltschutzmaßnahmen investiert werden.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so erscheint: Im Vergleich zur Herbstumfrage 2012 hat der Optimismus im Gastgewerbe tendenziell zugenommen. Ein Sechstel hofft, dass die kommende Sommersaison positive Impulse für das Geschäft bringt. Der Anteil derjenigen, der eine Verschlechterung prognostiziert, ist allerdings doppelt so groß. Kleine Betriebe fürchten den kompletten Verlust der Thekengäste, da das Rauchverbot ohne Ausnahmen umgesetzt wurde. Dazu kommen die Turbulenzen bei der Hygieneampel und die Angst, an den "Hygiene-Pranger" gestellt zu werden: Laut aktuellem gerichtlichen Beschluss muss NRW die bereits online geschaltete Internetseite zu Hygienesündern wieder löschen. Unabhängig davon starten ab Juni in Bielefeld und Duisburg die Pilotprojekte zur "Gastro-Ampel".

Jedes zweite Unternehmen meldet die steigenden Energiekosten als Geschäftsrisiko Nummer eins. Dennoch will die Tourismusbranche die Preise überwiegend stabil halten: Preiserhöhungen werden als nicht umsetzbar eingestuft. Impulse für den Arbeitsmarkt sind nicht zu erwarten, die Unternehmen wollen ihre Belegschaft weit überwiegend halten.

Chancen sehen die Gastronomen im Trend zum Urlaub im eigenen Land. Regionale Angebote zu "Natur erleben", Wander- und Fahrradtourismus sind sehr gefragt.

(Redaktion)


 


 

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