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IHK Lippe zu Detmold

Lippische Industrie: Umsatzminus

Das Jahr 2009 hat für die lippischen Industrieunternehmen mit einem deutlich zweistelligen Minus abgeschlossen. Der Umsatzrückgang lag bei 20,7 Prozent.

Insgesamt erwirtschafteten die 123 lippischen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten 3,9 Milliarden Euro. Die Entwicklung auf Landesebene verlief auf einem ähnlich schlechten Niveau. "Wir gehen davon aus, dass die weitere Talfahrt aber gestoppt ist.", interpretiert Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) dieses Ergebnis. Aus den lippischen Unternehmen kommen erste Meldungen, dass sich die Auftragslage in Teilbereichen langsam stabilisiert. Das Auslandsgeschäft hat mit minus 23 Prozent erheblich stärker gelitten, als die Inlandsnachfrage. Trotzdem blieb die Exportquote - das ist der Anteil der Auslandsumsätze am Gesamtumsatz - mit 42,1 Prozent auf hohem Niveau und lag damit unverändert leicht über dem Durchschnitt des Landes Nordrhein Westfalen (NRW).

Die Zahl der Beschäftigten ging in Lippe nur um 2,2 Prozent auf rund 24.000 Personen zurück (NRW -3,4 Prozent). Ursächlich hierfür war insbesondere die intensive Nutzung der Kurzarbeiterregelung durch die lippischen Arbeitgeber. Den höchsten Umsatzrückgang meldet der Maschinenbau. Mehr als ein Drittel der Einnahmen sind in dieser Branche weggebrochen. Der Arbeitsplatzabbau hat sich mit minus 8 Prozent trotz der schwierigen Lage noch in Grenzen gehalten. In der Elektrotechnik, der umsatz- und beschäftigungsstärksten Einzelbranche in Lippe, ging jeder vierte Euro verloren. Dennoch blieb die Zahl der Beschäftigten nahezu konstant. Die Kunststoffindustrie, inzwischen Lippes zweitwichtigster Industriebereich, litt ebenfalls unter einem Umsatzminus von einem Viertel und einem Rückgang der Beschäftigten um vier Prozent. Weniger stark von der Wirtschaftskrise betroffen, zeigten sich die konsumnahe Möbelindustrie und das Holzgewerbe. Einen nahezu auf dem Vorjahresniveau konstanten Umsatz meldet die Nahrungs- und Futtermittelindustrie. In der chemischen Industrie schrumpften die Geschäfte um rund 12 Prozent.

(Redaktion)


 


 

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