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IHK Lippe zu Detmold

IHK Lippe legt Ergebnisse der Konjunkturumfrage vor

In der lippischen Wirtschaft hellt sich zur Jahreswende 2009/2010 die Stimmung auf. Das nährt die Hoffnung, dass in Lippe die Talsohle der Wirtschaftskrise erreicht ist und die Chancen für eine Trendwende steigen.

"Das Schlimmste scheint überstanden", hofft Ernst-Michael Hasse, Präsident der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe). "Ein sich selbst tragender Aufschwung ist es aber noch lange nicht. Die Wachstumsaussichten dürfen wir noch nicht zu optimistisch bewerten. Das Wachstumstempo wird zukünftig niedriger ausfallen als vor der Krise", warnt Hasse. Einen Wermutstropfen bilden die Insolvenzen, die nach Jahren des Rückgangs 2010 wieder ansteigen werden. Positiv hebt Hasse hervor, dass die lippischen Unternehmen trotz massiver Umsatz- und Ertragseinbrüche die Zahl der Beschäftigen nahezu konstant gehalten haben. Die lippischen Unternehmen wissen, dass sie den erwarteten zukünftigen Aufschwung nur gemeinsam mit einem Stamm qualifizierter Fachkräfte meistern können.

IHK-Konjunkturklimaindex

Der IHK-Konjunkturklimaindex ist von 92 Punkten im Sommer 2009 auf 107,1 Punkte zur Jahreswende gesprungen - und damit auf dem höchsten Stand seit Sommer 2008. Der Tiefpunkt lag im April 2009 bei 65,9 Punkten. Ausschlaggebend für den neuerlichen Anstieg ist vor allem die gewachsene Zuversicht. Der Anteil der Unternehmen, die ihre gegenwärtige Geschäftslage zur Jahreswende mit "gut" bewerten, ist leicht auf 22 Prozent gestiegen. Der Anteil derjenigen, die sich zur Jahreswende in einer schwierigen Situation befanden, lag bei einem Viertel (Sommer 2009: ein Drittel). Die Bewertung der Zukunft hat sich kontinuierlich verbessert: drei von zehn (Sommer 2009 zwei von zehn) Unternehmen sind sicher, dass 2010 die Konjunktur anziehen wird. Chancen sehen Unternehmen in Produktinnovationen, die ihnen Wettbewerbsvorteile verschaffen und im Wiederanstieg des Exportes. Umsatz, Ertrag und Investitionsausgaben haben sich in der Vergangenheit bei der Mehrzahl der Unternehmen negativ entwickelt.

Zukunftsaussichten

Für die Zukunft steigt der Anteil der Unternehmen, die ein Umsatz- und Ertragsplus prognostizieren auf vier von zehn Unternehmen an. Dennoch bleibt die Investitionsneigung für 2010 negativ aufgrund der vorhandenen Kapazitätsreserven und der zu geringen Nachfrage. Ersatzbedarf steht im Mittelpunkt der Investitionsabsichten, mit weitem Abstand gefolgt von Produktinnovationen. Rationalisierung als Investitionsmotiv hat an Bedeutung verloren. Der heimische Arbeitsmarkt hat bisher noch nicht spürbar unter der Wirtschaftskrise gelitten, denn auch in Lippe hat die großzügige Kurzarbeiterregelung den Arbeitsmarkt vor einer ungünstigen Entwicklung bewahrt. Knapp ein Fünftel der antwortenden Unternehmen hat die Zahl der Beschäftigten in 2009 sogar erhöht. Zwei Fünftel mussten allerdings die Belegschaft reduzieren. Für die Zukunft plant ein Siebtel der antwortenden Unternehmen zusätzliches Personal einzustellen. Demgegenüber will ein Fünftel im gerade angelaufenen Jahr den Mitarbeiterstab reduzieren, da Umsatzrückgang und Kostendruck keine andere Entscheidung zulassen. Die lippischen Unternehmen befürchten, dass die Kreditbeschaffung angesichts der schlechten Jahresabschlüsse 2009 Probleme bereiten wird. Dies könnte zu Liquiditätsengpässen führen und würde das zarte Pflänzchen Wachstum bremsen.

(Redaktion)


 


 

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