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IHK Lippe

Kaufkraft in Lippe steigt

Die Kaufkraft der lippischen Bürgerinnen und Bürger beläuft sich für 2011 auf 6,6 Mrd. Euro. "Das sind 2,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor", stellt Maria Klaas, Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) fest.

Rein rechnerisch stehen den Lippern vom Kleinkind bis zum Greis im Laufe des Jahres pro Kopf 18.797 Euro zur Verfügung. Im Vergleich zu 2010 wird sich die Kaufkraft um 540 Euro erhöhen. Das prognostiziert die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in ihren neusten Daten, die von der IHK Lippe ausgewertet wurden. Die Prognose basiert auf amtlichen Statistiken, die um Branchendaten ergänzt wurden. Für Deutschland ist die Kaufkraft um 3,9 Prozent gestiegen.

Ein Spitzenwert - gemessen am Bundesdurchschnitt - wird in Oerlinghausen erreicht. Dort stehen jedem Einwohner 21.228 Euro für Lebensunterhalt, Konsum und Sparen zur Verfügung. Jeder Bewohner in Oerlinghausen konnte folglich 1.544 Euro mehr ausgeben als der durchschnittliche Bundesbürger (19.684 Euro). Detmold ist die zweite lippische Gemeinde, die mit 19.808 Euro ebenfalls das Bundesniveau leicht übertrifft. Die 14 anderen Städte und Gemeinden in Lippe liegen unter diesem Wert. Die niedrigste Kaufkraft haben die Augustdorfer. Den Einwohnern der Senne-Gemeinde stehen nur 15.237 Euro zur Verfügung. Das entspricht 77 Prozent des Bundesdurchschnitts.

Rund 1,5 Mrd. Euro werden von diesem Geld im lippischen Einzelhandel umgesetzt, informiert Klaas. Die Umsätze des Kraftfahrzeughandels und des verschreibungspflichtigen Teils der Apotheken sind in dieser Summe nicht enthalten. Der Detmolder Einzelhandel wird davon ca. 380 Mio. Euro Umsatz verbuchen können, 245 Mio. Euro entfallen auf Bad Salzuflen und 223 Mio. Euro auf Lemgo.

Insgesamt liegt das Einkommen, das die lippischen Einwohner im Einzelhandel ausgeben können, bei 1,8 Mrd. Euro (+ 2,2 Prozent, Bund + 4,5 Prozent). Das bedeutet, dass 350 Mio. Euro Kaufkraft aus Lippe abfließen. Dieser Wert liegt leicht über dem Vorjahresniveau. Der Betrag wird in anderen Regionen ausgegeben oder in alternative Vertriebsformen, wie dem Internet verlagert. Die Abflüsse in Lippe reichen von 7 Mio. Euro in Leopoldshöhe bis 57 Mio. Euro in Oerlinghausen. Eine Ausnahme bildet Lemgo: Die vorhandene Kaufkraft kann nicht nur am Ort gebunden werden, sondern es fließt zusätzlich Kaufkraft in Höhe von 6 Mio. Euro zu. Im Regierungsbezirk Detmold profitiert ausschließlich die Stadt Bielefeld: Sie zieht rund 300 Mio. Euro Kaufkraft aus den Umlandgemeinden ab.

(Redaktion)


 


 

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