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IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

IHK-Ausbildungsbilanz in diesem Jahr erstmals im Plus

Die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hat für das aktuelle Ausbildungsjahr mit 7.463 neuen Ausbildungsverträgen Anfang November 1,1 Prozent mehr als zum Vorjahresmonat eingetragen.

Während die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe derzeit mit vier Prozent im Minus liegen (absolut 2.359), hat sich das Plus bei den kaufmännischen Ausbildungsberufen auf 3,6 Prozent gesteigert (absolut 5.104). IHK-Geschäftsführer Swen Binner sieht für das Ausbildungsjahr 2010 damit einen anhaltend positiven Trend. „Während wir Anfang des Jahres noch ein zweistelliges Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt verzeichnen mussten, hat sich das Minus Monat für Monat verkleinert. Aktuell können wir erstmals für das Ausbildungsjahr 2010 ein Plus vermelden.“

Der IHK-Geschäftsführer sieht in diesem Jahr zwei gegenläufige Entwicklungen: „Zum einen sind exportstarke Branchen wie die Metallverarbeitung und der Maschinenbau stärker als viele andere Branchen von der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise betroffen. Andererseits versuchen die Unternehmen trotz Bewerbermangels in vielen Bereichen, dem Fachkräftemangel durch vermehrte Ausbildung vorzubeugen“. Dieser Trend verstärke sich seinen Worten nach immer mehr. 

Binner zieht in diesem Zusammenhang ein erstes Fazit der Nachvermittlungsphase von Anfang November. Nach seinen Schilderungen wurden die Einzeltermine für alle noch unversorgten Ausbildungsstellenbewerber in Ostwestfalen in bewährter Zusammenarbeit mit den Agenturen für Arbeit und der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe zu Bielefeld organisiert. „Die Bilanz ist eher ernüchternd. Anfang Oktober wurden 308 unvermittelte Bewerber zu den Nachvermittlungsterminen eingeladen. 138 von ihnen sind erschienen, 48 haben sich zumindest entschuldigt. Damit haben fast 40 Prozent der unversorgten Bewerber nicht auf die Einladungen reagiert“, zieht Binner eine enttäuschende Bilanz.

Den 138 erschienenen Bewerbern konnte ein Überangebot an Qualifizierungsmaßnahmen gemacht werden. Handwerkskammer und IHK hätten insgesamt noch 250 offene Ausbildungsstellen bei den Unternehmen akquiriert. Darüber hinaus konnten 200 Einstiegsqualifizierungs-Stellen angeboten werden. „Damit hat sich die Nachvermittlungsphase für alle erschienenen Bewerber gelohnt, denn sie konnten mehrere Qualifizierungsangebote mitnehmen“, so Binner. Nach seinen Worten würden allerdings einige Unternehmen demotiviert, da sie ihre offenen Ausbildungsstellen nicht mit geeigneten Bewerbern besetzen können.

(Redaktion)


 


 

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