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IHK Lippe

15 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen

184 Unternehmen haben von Januar bis September 2010 beim Detmolder Amtsgericht einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Wie die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) mitteilt, waren dies 15 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Ein Anstieg der Insolvenzen am Beginn eines Aufschwungs ist nicht ungewöhnlich. Die Auftragsbücher füllen sich, die Vorfinanzierung bereitet aber Probleme, da häufig Betriebsmittelkredite fehlen, so die IHK.

In erster Linie waren Handelsunternehmen (37 Fälle) von der Insolvenz betroffen, gefolgt von Bauunternehmen (31) und dem Gastgewerbe (21 Anträge). 19 Insolvenzen meldeten sowohl das verarbeitende Gewerbe als auch Freiberufler.

Hauptsächlich meldeten Einzelunternehmen (116 Fälle) und GmbHs (50 Fälle) eine Insolvenz an. Ein Fünftel der Betroffenen waren noch nicht länger als drei Jahre am Markt. 807 Arbeitsplätze waren durch die Insolvenzen bedroht. Knapp die Hälfte der Unternehmen, die eine Insolvenz beantragen mussten, hatte keinen Beschäftigten.

Zu den Unternehmensinsolvenzen kamen auch noch 497 Verbraucherinsolvenzen hinzu. Insgesamt sind in den ersten neun Monaten des Jahres 2010 in Lippe 681 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden, das waren 35,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die von den Gläubigern angemeldeten Forderungen summierten sich nach vorläufigen Ergebnissen auf 168 Mio. Euro.

(Redaktion)


 


 

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