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Kontroverse Diskussion

IHK Verkehrskonferenz versammelt Spitzenpolitiker aus Berlin

Am 20. Mai lud die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) Politiker des Deutschen Bundestages zu einer gemeinsamen Verkehrskonferenz ein. Daran beteiligten sich Uwe Beckmeyer (SPD), Dirk Fischer (CDU), Horst Friedrich (FDP), Bettina Herlitzius (Bündnis 90/Die Grünen) sowie Dorothee Menzner (Die Linke). "Es hat uns gefreut, dass wir die Sprecher aller Fraktionen nach Lippe holen konnten", so Moderator Claus-Richard Lange, Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses. "Wir wollten den Politikern auf den Zahn fühlen und sie natürlich auch für den Infrastrukturbedarf im Wirtschaftsraum Lippe sensibilisieren" betonte Lange bereits in seiner Begrüßung.

Ob LKW-Maut, Just in time Verkehre oder CO2 Emmissionen: der Strauß der behandelten Themen war vielfältig und wurde teils kontrovers diskutiert. Ein strittiges Thema war unter anderem die Nutzung von so genannten Gigalinern. Während die einen Lkws mit einer Länge von gut 25 Metern auf deutschen Straßen strikt ablehnen, befürworten andere zumindest Modellversuche, so z. B. Horst Friedrich. Mit großvolumigen LKWØs, so der FDP-Experte, könne ein Beitrag zur Entlastung von Straßen und Umwelt geleistet werden.

Bei aller Diskussionsfreude waren sich die Anwesenden einig, dass Infrastruktur einen entscheidenden Stellenwert an der Entwicklung eines Wirtschaftsraumes hat. Das belegt im Übrigen auch eine Umfrage der IHK Lippe. Das regionale Straßennetz sowie die Anbindung an Bundesstraßen und Autobahnen schätzen die lippischen Unternehmen als wesentliche Standortfaktoren ein. Und daran hapert es in vielen Bereichen. Kritisiert wird vor allem auch der derzeitige Straßenzustand.

Genau da will die Verkehrspolitik ansetzen. Für Straßenerhalt müssten wesentlich mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden, betonten die Experten. Wobei Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke stärker auf eine Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene setzen. Wie das funktionieren soll, ließen die Politiker allerdings offen. Die IHK Lippe ist sich mit der hiesigen Wirtschaft einig, dass in dieser Region die Straße mit Abstand der wichtigste Verkehrsträger bleiben wird. Entsprechend müssten auch wichtige Ausbauprojekte schneller voran getrieben werden, so z. B. die Ortsumgehungen für Bad Salzuflen, Lage, Lemgo und auch Barntrup.

(Redaktion)


 


 

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