Weitere Artikel
IHK-Umfrage

Nach Exporteinbruch 2009 Zeichen wieder auf Wachstum

Nach dem Exporteinbruch 2009 stehen die Zeichen wieder auf Wachstum: Das ist das wesentliche Ergebnis des Exportbarometers 2010 der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK). An der Umfrage beteiligten sich 368 international erfahrene Unternehmen aus Ostwestfalen.

Das Exportbarometer beleuchtet die aktuellen Exportgeschäfte der ostwestfälischen Unternehmen und die Exporterwartungen der nächsten Monate. Es basiert auf Auswertungen der IHK-Konjunkturumfrage und Daten des Amtes für Information und Technik in Nordrhein-Westfalen. „Das Krisenjahr 2009 verzeichnete drastische Einbrüche in fast allen Branchen und Märkten, die Erwartungen für 2010 sind deutlich positiv. China belegt erstmals Platz 1 bei den Erwartungen, gefolgt von Indien. Die Investitionen bleiben allerdings verhalten“, resümierte der stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Harald Grefe, der bei der IHK für das Geschäftsfeld International verantwortlich ist.

„Für das laufende Jahr wird ein Wachstum von 6 Prozent für die deutschen Exporte prognostiziert“, konkretisierte Oliver Höner, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses. Die Internationalisierung des Mittelstandes in Ostwestfalen bleibe ein zentrales Thema zur Zukunftssicherung des Standortes. Höner: „Der Aufholbedarf bei der traditionell unterdurchschnittlichen Exportquote in Ostwestfalen hat sich durch die Krise vergrößert: Ostwestfalen lag 2009 bei 32,6 Prozent, NRW bei 42 Prozent und der Bund bei 44 Prozent.“ Nachdem die ostwestfälischen Exporte zwischen 2002 und 2008 um über 63 Prozent auf zirka 14 Mrd. Euro gewachsen sind, ist das Auslandsgeschäft 2009 erstmals seit 1992 massiv um 20,4 Prozent geschrumpft, so das IHK-Exportbarometer 2010. Demnach mussten die Metallerzeugung und der Maschinenbau den größten Rückgang von 36,7 Prozent beziehungsweise 31,2 Prozent im Vergleich zu 2008 verkraften. Die Nahrungsmittelindustrie ist die einzige Branche, die ihren Auslandsumsatz steigern konnte. Bei den Regionen verzeichnete Bielefeld den höchsten Rückgang des Auslandsumsatzes in Ostwestfalen. Der Kreis Gütersloh liegt mit einem Anteil von 41 Prozent am Auslandsumsatz deutlich vorn.

Aus ostwestfälischer Sicht gestaltet sich der Export in Richtung Österreich, Belgien, der Schweiz und Polen positiv, so ein weiteres Ergebnis des IHK-Exportbarometers 2010. Somit spielt nationale Nähe wieder eine größere Rolle. Die Exporterwartungen für das nächste Jahr sind hoch gesteckt. Zu fast allen relevanten Ländern werde mit verbesserten Geschäftsbeziehungen gerechnet. Besonders für China, Indien und dem Nahen und Mittleren Osten hegt Ostwestfalens Industrie große Erwartungen. Aufsteiger sind auch die USA, denn hier liegen die Erwartungen deutlich über den aktuellen Einschätzungen.
Von der Struktur her ist die Region fürs Auslandsgeschäft bestens gerüstet. Die IHK habe 2000 die „Exportoffensive Ostwestfalen“ gestartet und sei in der Region Ansprechpartner „Nummer 1“ für Informationen und Know-how im internationalen Geschäft, erläuterte Höner.

Beispielsweise nutzten 3.600 Teilnehmer im Vorjahr das IHK-Export-Veranstaltungsangebot, um sich zu informieren und Kontakte zu schließen. Jährliche Premium Produkte wie die Internationale IHK-Begegnungswoche: „Ostwestfalen meets…“, das „Bielefelder Arabien-Symposium“ und das „IHK-Außenwirtschaftsforum“ seien etabliert und würden als Informations- und Networking -Plattform genutzt. Auch für die Zukunft gelte das Motto, hier nicht nachzulassen und den Export gerade in schwierigeren Zeiten zu fördern.

(Redaktion)


 


 

Harald Grefe
Oliver Höner
Höner
IHK
Ostwestfalen
Exporterwartungen
Export
Exportbarometer
Wachstum

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Harald Grefe" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: