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Maschinenprogramm

IMA setzt auf Hochleistungssteuerungstechnik des Automatisierungsspezialisten Beckhoff

IMA Klessmann vertraut künftig bei ihrem gesamten Maschinenprogramm auf die softwarebasierte Hochleistungssteuerungstechnik von Beckhoff. Der technologisch führende Hersteller von Holzverarbeitungsmaschinen setzt die Steuerungstechnik des in Verl beheimateten Automatisierungsspezialisten bereits seit vielen Jahren in der Durchlauftechnik ein.

Nun werden die modernen Steuerungslösungen auch in der stationärtechnik Einzug halten. Dazu erweitern die beiden ostwestfälischen Technologieunternehmen ihre Zusammenarbeit. Mit der Schaffung einer durchgängigen Steuerungsplattform läutet IMA die nächste Runde der Technologieoffensive ein. Auf diese Weise lassen sich Leistungsfähigkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit der stationärtechnik‐Anlagen noch einmal deutlich verbessern. Von der Ausdehnung der langjährigen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen verspricht sich IMA eine deutliche Zunahme des jährlichen Auftragsvolumens. Gut für den Technologiestandort Ostwestfalen: Die Wertschöpfung bleibt in der Region – die beiden Firmenzentralen liegen gerade einmal 60 Kilometer voneinander entfernt.

Rüdiger Schliekmann, Geschäftsführer der IMA Klessmann GmbH, knüpft hohe Erwartungen an die Ausdehnung der Zusammenarbeit beider Unternehmen: „Die Steuerungstechnik ist das Herzstück jeder Maschine“, so Schliekmann. „Beckhoff gilt als Pionier auf dem Gebiet der Automatisierungs‐ und Steuerungstechnik und ist fraglos einer der innovativsten Anbieter weltweit. Die Einführung einer durchgängigen Software‐basierten Steuerungsplattform bringt uns als Maschinenbauer genauso wie unseren Kunden ganz erhebliche Vorteile.“ Diese liegen auf der Hand: So ergeben sich vielfältige Synergien, etwa in der Entwicklung. Basisentwicklungen können künftig als Plattformtechnologie einmalig getätigt und anschließend für alle Maschinen genutzt bzw. einfach an die speziellen Anforderungen angepasst werden. Das erhöht die Flexibilität und beschleunigt die Umsetzung neuer Funktionen.

Reduzierung des Hardwareanteils

Ein weiterer Pluspunkt: Die Software‐basierte Steuerungstechnik von Beckhoff führt zu einer deutlichen Reduzierung des Hardwareanteils. Funktionen, die bislang den Einsatz zusätzlicher Hardwarekomponenten erforderlich machten, können künftig als reine Softwarefunktionalität realisiert werden. Außerdem bringt die Vereinheitlichung der Steuerungsplattform eine spürbare Reduzierung der Ersatzteilhaltung für IMA wie auch für ihre Kunden mit sich, da nahezu alle Hardwarekomponenten, angefangen von der Klemme bis hin zum Bedien‐PC, bei allen Maschinentypen identisch sind. Dadurch verringert sich die Teilevielfalt beträchtlich.

Handfeste Vorteile beschert die Vereinheitlichung der Steuerungstechnik gerade auch den Kunden von IMA. Sie profitieren unter anderem von der maschinen‐  übergreifenden einheitlichen Bedienung. Dadurch ergeben sich viele Funktionen, die sowohl in der Durchlauftechnik als auch in der Stationärtechnik gleichermaßen nutzbar sind. Das wiederum erleichtert den Austausch des Entwicklungs bzw. Bedien‐ und Servicepersonals und macht die Handhabung der Maschinen sehr einfach.

Instandhalten bei den Kunden

Gleiches gilt für die Instandhaltung bei den Kunden. Außerdem verbessert dies das Zusammenspiel der Maschinen von IMA in großen Maschinenparks – dies ist insofern von Bedeutung, als immerhin gut 80 Prozent des Umsatzes von IMA auf das Projektgeschäft entfallen. Das umfasst die Herstellung von Anlagen nach speziellen Kundenanforderungen, die für den Einsatz in Maschinenparks nach dem sog. „Handshake‐Verfahren“ ausgelegt sind. Bei diesem Verfahren werden die unterschiedlichsten Anlagen zur Abbildung komplexer Fertigungsabläufe miteinander kombiniert. Wegen der hohen Verbreitung der Beckhoff‐Steuerungstechnik erleichtert die Schaffung einer durchgängigen Steuerungsplattform das Zusammenspiel mit anderen Systemen.

Auch Hans Beckhoff, Geschäftsführer der Beckhoff Automation GmbH, freut sich deshalb über den Ausbau der Zusammenarbeit: „Als Technologiepartner des Maschinen‐ und Anlagenbaus lebt unser Unternehmen von der Zusammenarbeit mit Technologieführern. Mit IMA arbeiten wir bereits seit vielen Jahren erfolgreich zusammen.“ Um eine schnelle und effektive Umsetzung der anstehenden Aufgaben sicherzustellen wurde ein Projektteam gegründet. Entwickler beider Unternehmen werden im Zuge des Projektes eng zusammenarbeiten.

Die Früchte der Entwicklung wollen die beiden Unternehmen erstmals auf der XYLEXPO 2010 in Mailand, der zweitwichtigsten Messe der europäischen Holzwirtschaft, der Öffentlichkeit präsentieren.

Über die IMA Gruppe

IMA entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Maschinen und Systeme für die Bearbeitung von Holzwerkstoffen, v.a. Kantenanleimmaschinen und Transport‐ und Handling‐Systeme. Das Unternehmen ist seit über 50 Jahren als Technologieführer bei der Planung, Entwicklung/ Engineering und Umsetzung komplexer Fertigungsstraßen und Systeme im High‐End‐Bereich in der Branche anerkannt. Dabei werden Lösungen sowohl in der Stationärtechnik als auch der Durchlauftechnik angeboten. Die wichtigsten Hersteller von Küchen‐, Büro‐ und Zerlegmöbeln sowie von Türen‐ und Bauelementen sind treue Kunden der IMA. IMA beschäftigt rund 700 Mitarbeiter und ist in mehr als 60 Ländern präsent. Neben dem Hauptsitz in Lübbecke und Service‐ und Vertriebsgesellschaften in Westeuropa, USA, Kanada, Singapur und China, gehört auch die Meinert GmbH zu 100 % zum IMA Konzern. Meinert ist auf die Entwicklung und den Bau von Hochleistungs‐, Beschickungs‐ und Stapelanlagen spezialisiert. Seit November 2005 gehört die IMA Gruppe zur ADCURAM Group AG.

(Redaktion)


 


 

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