Ausstellungsprojekt
„IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS. 2000 Jahre Varusschlacht“
Ostwestfalen-Lippe. 2000 Jahre nach der Varusschlacht, auch bekannt als Schlacht im Teutoburger Wald, beleuchtet das Ausstellungsprojekt "IMPERIUM KONFLIKT MYTHOS" unterschiedliche Facetten des historischen Geschehens rund um den Cheruskerfürsten Arminius und den römischen Feldherren Varus. Vom 16. Mai bis 25. Oktober 2009 erwarten die Ausstellungen an den Originalschauplätzen Haltern am See, Kalkriese und Detmold ihre Besucher.
Tageskarte (1 Ausstellung)
Erwachsene: 9 Euro
Familien mit Kindern: 20 Euro
Schüler: 2 Euro (Kalkriese 5 Euro inkl. Führung)
Ermäßigungsberechtigte: 6 Euro
Kombikarte (3 Ausstellungen)
Erwachsene: 18 Euro
Familien mit Kindern: 40 Euro
Ermäßigungsberechtigte: 12 Euro
Eintrittspreise für Gruppen und weitere Informationen unter
www.imperium-konflikt-mythos.de
Für Besitzer der LWL-MuseumsCard gilt für die Ausstellung IMPERIUM:
Erwachsene: 6 Euro
Familienkarte: 14 Euro
Kinder und Jugendliche (bis einschl. 17 Jahre), Schüler/innen, Studentinnen und Studenten
1,50€
IMPERIUM
Die Ausstellung „IMPERIUM“ des LWLRömermuseums in Haltern am See beschäftigt sich vom 16. Mai bis 11. Oktober mit dem Verlierer der Varusschlacht und seinem Hintergrund sowie mit dem Römischen Reich auf dem Höhepunkt seiner Macht und Kultur: Bis heute wird Varus als behäbiger Verwaltungsfachmann wahrgenommen, der von Kriegsführung wenig verstand. „Varus war aber so wenig ein Dummkopf wie Arminius ein Held“, sagt LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch.
Die Lebensgeschichte des Varus wird in acht Kapiteln (in der Seestadthalle und im LWLRömermuseum in Haltern) auf 2.000 Quadratmetern mit der augusteischen Epoche des römischen Imperiums verflochten. Mehr als 300 hochkarätige Exponate aus internationalen Museen, wie dem Louvre (Paris) oder dem British Museum (London), aus Neapel oder aus dem Vatikan lassen die kulturelle Blüte des „Goldenen Zeitalters“ zur Zeit des Kaisers Augustus wiederauferstehen. Kirsch: „Die Pracht der Ausstellungsstücke lässt erahnen, welchen Schock die unerwartete Niederlage gegen Barbaren am Rande des Reiches für die Römer bedeutet haben muss.“
Die aufwändig inszenierte Sonderausstellung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in der Seestadthalle zeigt, wie sich Rom von einem Dorf auf sieben Hügeln zu einer Weltmacht entwickelte, die unter Augustus über den gesamten Mittelmeerraum herrschte. Die berühmten Werke von Dichtern wie Vergil, Horaz und Ovid fallen in diese Zeit. In einem sechs Meter hohen, goldfarben ausgeschlagenen Raum ist als Beispiel für die bildende Kunst auf ihrem Höhepunkt eine Bronzestatue des Apollo, Schutzherr des Augustus und Gott der schönen Künste, aus Pompeji zu sehen. Prachtvoll gestaltete Silberbecher belegen das Niveau des Kunsthandwerks dieser Zeit.
Die Ausstellung beleuchtet auch die herausragenden Leistungen des Augustus in der Innen- und Außenpolitik. Durch Kriege und diplomatisches Geschick gelang es ihm, sein Imperium weiter auszudehnen und langfristig zu sichern.
Die Ausstellung im LWL-Römermuseum und in der Seestadthalle zeichnet ein differenziertes Bild des Verlierers: Bis zu seiner Niederlage hatte Publius Quinctilius Varus eine tadellose Karriere im Römischen Reich gemacht, er war militärisch erfahren, hoch dekoriert und diplomatisch erfolgreich.
Vor allem als Statthalter in der römischen Provinz Syrien hatte er in den Augen der Mächtigen seine Kompetenz bewiesen. Im angrenzenden Königreich von Judäa war es zur Zeit der Geburt des historischen Jesus zu schweren Unruhen gekommen, die Varus grausam - unter anderem mit Kreuzigungen - niederschlug, woran in der Ausstellung ein Fund aus Israel erinnert. Dr. Rudolf Aßkamp, Leiter des LWL-Römermuseums: „Für den Kaiser Augustus muss Varus so etwas wie ein Mann für besonders schwierige Fälle gewesen sein, ein Krisenmanager.“
In Haltern befanden sich vor 2000 Jahren die bedeutendsten römischen Militäranlagen in Germanien, hier war mit der 19. Legion ein Teil der Truppen stationiert, die 9 n. Chr. in die Varusschlacht zogen. Die Ausstellung im LWL-Römermuseum, dem Ort des Römerlagers, berichtet vom Leben der römischen Legionäre in Haltern, wo zeitweise auch Varus stationiert war.
IMPERIUM
Am 16. Mai ab 15 Uhr geöffnet
Öffnungszeiten 17. Mai bis 11. Oktober
Dienstag bis Freitag: 9 bis 18 Uhr
Samstag: 10 bis 20 Uhr
Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Seestadthalle
Lippspieker 25
45721 Haltern am See
LWL-Römermuseum
Weseler Straße 100
45721 Haltern am See
KONFLIKT
2000 Jahre nach der Varusschlacht werden an ihrem historischen Ort am 15. Mai im Museum und Park Kalkriese in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel zwei neue Ausstellungen eröffnet. Im neu errichteten Besucherzentrum beleuchtet die Sonderausstellung „KONFLIKT“ die Ursachen und Folgen kriegerischer Konflikte in der germanischen Welt. 2000 Jahre Varusschlacht in Kalkriese, Detmold und Haltern. In der neuen Dauerausstellung im Museum und Park Kalkriese liegt der Schwerpunkt künftig auf dem Entdecken und Erklären der Varusschlacht und ihrer Folgen. „Die Varusschlacht und ihre Folgen sind ein Thema, das fasziniert und die Menschen in ihren Bann zieht“, so Varusschlacht-Geschäftsführer Dr. Joseph Rottmann.
Die Sonderausstellung Konflikt zeigt vom 15. Mai bis einschließlich 25. Oktober 2009 Schlaglichter germanischer Konflikte in der Antike – ausgehend von der Varusschlacht im Jahre 9 n. Chr. bis weit ins 5. Jahrhundert – einer Zeit, in der die ersten germanischen Königreiche auf dem Territorium der einstigen Weltmacht Rom entstanden. „Mit dieser Ausstellung betrachten wir erstmals das Thema Konflikt aus germanischer Perspektive – und dies anhand herausragender Exponate aus verschiedenen Ländern Europas“, erläutert Kurator Dr. Stefan Burmeister.
Am Beispiel dreier „Konfliktzonen“ zeigt die Ausstellung Facetten des germanischen Kriegers und germanischer Auseinandersetzungen aus mehreren Jahrhunderten. Zeugnisse germanischer Krieger, beeindruckende Beuteschätze, Kriegsbeuteopferfunde aus den Mooren Skandinaviens und die archäologischen Spuren antiker Kriegsführung – ausgestellt in einem hochmodernen Ambiente - zeichnen den Weg der Germanen an die Spitze der Macht nach und vermitteln einen Eindruck, wie es „den Barbaren aus dem Norden“ gelang, erfolgreich und dauerhaft das Erbe des römischen Reiches anzutreten.
In der neuen Dauerausstellung heißt es ab dem 15. Mai Entdecken und Erklären statt Suchen und Finden. „Nach 20 Jahren intensiver archäologischer und historischer Forschung am Originalschauplatz der Varusschlacht ist es jetzt Zeit, Bilanz zu ziehen“, sagt Museumsleiterin Heidrun Derks. Die in zwölfmonatiger Konzeptions- und Realisierungszeit geschaffene Ausstellung ist überraschend und spannend für Besucher aller Altersgruppen. Besonders Kindern und Jugendlichen wird ein altersgerechter, direkter und intensiver Zugang zur Geschichte ermöglicht.
KONFLIKT
Am 15. Mai ab 16 Uhr geöffnet
Öffnungszeiten
16. Mai bis 25. Oktober 2009
Täglich 9 bis 18 Uhr
Samstag bis 20 Uhr
VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land GmbH
Museum und Park Kalkriese
Venner Straße 69
49565 Bramsche
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Fotokennzeichnung:
Bild Nr. 3 © Markus Krüger
100.000 Besucher in der Varus-Ausstellung in Haltern
Ausstellung Imperium
2000 Jahre Varusschlacht
Ausstellungseröffnung
Ein Thema. Drei Originalschauplätze. Drei Ausstellungen. Eine Reise.
Die Dr. Tigges Studienreise Varusjahr
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