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IHK-Positionspapier

Industrie braucht gemäßigte Steuern und Abgaben

Wie leistungsstark und wichtig die Industrie für den Wohlstand in Ostwestfalen ist, wie sie erhalten und weiter entwickelt werden kann, das hat die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in einem 40-seitigen Papier mit dem Titel „Industrie hat Zukunft“ zusammengefasst.

Gemäßigte Steuern und Abgaben, eine gesicherte Energieversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen, ausreichend bezahlbare Gewerbeflächen und eine leistungsfähige Verkehrs- und Forschungsinfrastruktur: Dies sind einige der wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Weiterentwicklung der ostwestfälischen Industrie.

Die Broschüre "Industrie hat Zukunft" wurde am 05.10.2009 in einer Pressekonferenz von IHK-Präsident Ortwin Goldbeck erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. 

Um die industrielle Erfolgsgeschichte der Region fortzusetzen, reicht es nach Worten Goldbecks nicht, dass die Unternehmen ihre Hausaufgaben erledigen. „Auch die Rahmenbedingungen müssen stimmen“, hob der IHK-Präsident hervor. Den Kosten räumten die Unternehmen bei der Umfrage zur Standortzufriedenheit, deren Auswertung wesentlicher Bestandteil des Papiers ist, mit die höchste Priorität ein. „Aus Sicht der Firmen gibt es neben der überregionalen Erreichbarkeit über die Straße nichts Dringlicheres, als Standortkosten zu reduzieren“.

51 Prozent der befragten 300 Industrieunternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten bewerteten die Erreichbarkeit über die Straße als „sehr wichtig“, 48 Prozent nannten Energiekosten und 46 Prozent Steuern und Abgaben als „sehr wichtige“ Standortfaktoren . Darüber hinaus wird die Verfügbarkeit von qualifizierten Fachkräften von 41 Prozent der Befragten als „sehr wichtig“ angesehen.

Auf die in dem Positionspapier dargestellte herausragende Bedeutung der Industrie in Ostwestfalen ging Rudolf Delius ein, Vorsitzender des IHK-Industrieausschusses. Jahrelang sei eine industrielle Prägung eher als Nachteil für eine Region angesehen worden, aber die Industrie habe sowohl in Deutschland als auch in Ostwestfalen trotz der momentan schwierigen Lage eine erstaunliche Renaissance erlebt, erläuterte Delius. „Das hinter uns liegende Wachstum ist in hohem Maße der Industrie zu verdanken“, hob er hervor.

Der IHK-Industrieausschussvorsitzende untermauerte seine Äußerungen mit konkreten Zahlen, die das Positionspapier enthält: „Der Anteil der Beschäftigten im sekundären Sektor liegt in Ostwestfalen mit 37,8 Prozent höher als in Bund und Land. Der industrielle Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung lag laut 2007 – aktuellere Zahlen liegen nicht vor - bei 31 Prozent und damit weit über dem Landes- und Bundesdurchschnitt von jeweils knapp 24 Prozent. Auch das Exportwachstum der vergangenen Jahre ist beeindruckend. Im Durchschnitt sind die Auslandsumsätze in der ostwestfälischen Industrie von 2005 bis 2008 um 34 Prozent gewachsen.“ 

Die Industriedichte, der Branchenmix und die Ballung der starken Marken sei eines der wenigen Alleinstellungsmerkmale unserer Region, fügte Goldbeck hinzu: „Wir haben alle Chancen, dass dies auch so bleiben wird. Allerdings sind die Unternehmen dabei auf die starke Unterstützung der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik angewiesen.“
Das IHK-Positionspapier „Industrie hat Zukunft“ ist kostenlos erhältlich bei: IHK, Telefon 0521 554-222 (Arne Potthoff), E-Mail: [email protected].

(Redaktion)


 


 

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