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IHK Ostwestfalen zu Bielefeld

IHK-Veranstaltung zur Familienfreundlichkeit

Angesichts der demographischen Entwicklung muss es Ostwestfalen gelingen, Familien und junge Menschen vor Ort zu halten und neue hinzu zu gewinnen.

„Ob Mütter, Väter und pflegende Angehörige Familie und Beruf vereinbaren können, ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit einer Region“, betonte Dr. Monika Weber, Koordinatorin des Arbeitskreises Familie und Beruf im Bielefelder Bündnis für Familien.

Zwischen der Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung einer Region bestünden nämlich erhebliche Wechselwirkungen. Das wurde während der Veranstaltung „Wirtschaft trifft Kommune – Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Karriere“ deutlich. Unter diesem Arbeitstitel trafen sich jetzt in der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), dem Veranstalter, 130 Vertreter aus Wirtschaft, Kommunen und Wohlfahrtseinrichtungen. Sie diskutierten über die Bedeutung des Themas für die Region Ostwestfalen. Die Podiumsteilnehmer waren sich einig: Bereits jüngere und qualifizierte Arbeitskräfte gingen dorthin, wo sie berufliche Perspektiven fänden. Die Existenz der Betriebe hänge andererseits davon ab, auf genügend Fachkräfte zurückgreifen zu können. „Die Kommunen selbst haben nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, Arbeitsplätze zu schaffen beziehungsweise zu erhalten. Sie können aber durch wirtschaftsfreundliche Rahmenbedingungen zu einem positiven Klima für Betriebe beitragen“, betonte IHK- Hauptgeschäftsführer Thomas Niehoff

Hierzu gehöre auch Familienfreundlichkeit, die sich beispielsweise bei einem bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen und Schulen zeige. Aber auch die Unternehmen müssten im Wettbewerb um die besten Köpfe zunehmend mit einer familienorientierten Personalpolitik punkten. Dabei müsse es nicht immer gleich ein Betriebskindergarten sein. Oft reiche es schon aus, mit einer kleinen Veränderung der betrieblichen Abläufe und Strukturen oder durch Beratungsleistungen zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beizutragen. In der Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Wirtschaft liege ebenfalls noch viel Potenzial, das es auszuschöpfen gelte: „In der Abstimmung von Betreuungszeiten mit den betrieblichen Arbeitszeiten, aber gegebenenfalls auch im Betreuungsangebot und der Vermarktung der Region liegen viele Chancen“, so Niehoff weiter. Davon profitiere die gesamte Region: die Kommunen, die Familien und die Wirtschaft. Diese doppelte win-win-Situation dürfe nicht verspielt werden.

(Redaktion)


 


 

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