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IHK Ostwestfalen

Industrie in Ostwestfalen im ersten Halbjahr 2009 stabiler als in NRW

Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) lagen die Gesamtumsätze aller Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten in der ostwestfälischen Industrie innerhalb der ersten sechs Monate 2009 gegenüber dem Vorjahrjahresvergleichszeitraum um 13 Prozent im Minus. Das Verarbeitende Gewerbe setzte demnach von Januar bis Juni 2009 in Ostwestfalen 16,5 Mrd. Euro um. Der weltweite Nachfragerückgang drückte im ersten Halbjahr besonders auf die Exporte, die sich um minus 21,7 Prozent verringerten. „Ostwestfalen schnitt dabei aber noch besser ab als der Landesdurchschnitt der Nordrhein-Westfälischen Industrie, dessen Gesamtumsatz um -25,4 Prozent und der Auslandsumsatz sogar um -30 Prozent zurück gingen“, erläutert IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden.

Kreis Gütersloh 

Der Kreis Gütersloh - industriestärkster Kreis in Ostwestfalen - konnte sich laut IHK-Statistik umsatzmäßig in den ersten sechs Monaten 2009 im Vorjahresvergleich mit einem Minus von 2,4 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro nahezu behaupten. Während die Exporte um knapp 13 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro nachgaben, legte die Industrie im Kreis Gütersloh im Inland sogar um vier Prozent zu. „Der hohe Anteil der Ernährungsindustrie im Kreis Gütersloh wirkte sich hier positiv aus“, erklärt IHK-Geschäftsführer Dr. Christoph von der Heiden. „Die Ernährungsindustrie war in Ostwestfalen im ersten Halbjahr die einzige bedeutende Industriebranche, die mit fast 17 Prozent Plus deutlich zulegen konnte.“ Die Industriebetriebe im Kreis Gütersloh mit mehr als 50 Mitarbeitern beschäftigten im ersten Halbjahr 46.537 Mitarbeiter.

Stadt Bielefeld 

Die Stadt Bielefeld verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2009 ostwestfalenweit die größten Einbußen, so die IHK. Die Bielefelder Industrie setzte in diesem Zeitraum 25 Prozent weniger um als ein Jahr zuvor und erzielte einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. Unter der gegenwärtigen Konjunkturkrise leiden besonders Branchen wie der Maschinenbau und die Metallindustrie, deren Anteil in Bielefeld bei über 50 Prozent des gesamten Industrieumsatzes liegt. In der Bielefelder Industrie gaben demnach auch besonders die Exporte nach: Die 18.926 Beschäftigten erwirtschafteten einen Auslandsumsatz von 577 Mio. Euro (-32,8 Prozent).

Kreis Herford 

Auch die Industrie im Kreis Herford blieb im ersten Halbjahr laut IHK-Zahlen von der weltweiten Konjunkturflaute nicht verschont: Die Gesamtumsätze sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund –15 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro. Die umsatzstärksten Industriebranchen im Kreis, die Möbelindustrie und der Maschinenbau, konnten sich dem allgemeinen Abwärtstrend ebenfalls nicht entziehen. Besonders die Exportgeschäfte sind dabei eingebrochen: Die Exporte der Industrie im Kreis Herford sanken um minus 22 Prozent auf 700 Mio. Euro. Die Inlandsumsätze gaben um minus 12 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro nach. Zum Vergleich: Die gesamte Industrie im Land NRW setzte im Inland sogar 22 Prozent weniger um. Angesichts des Umsatzrückgangs ist der Beschäftigungsabbau im Kreis noch moderat: 24.576 Beschäftigte bedeuten ein Minus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Kreis Minden-Lübbecke 

Die Industrie im Mühlenkreis setzte im ersten Halbjahr dieses Jahres 19,4 Prozent weniger um als ein Jahr zuvor und erwirtschaftete einen Umsatz von 2,4 Mrd. Euro, so die IHK. Dabei gaben in den Betrieben auch besonders die Exporte nach. Die 25.703 Beschäftigten erwirtschafteten mit einem Auslandsumsatz von 786 Millionen Euro 27,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Inlandsumsätze sanken im Beobachtungszeitraum um minus 15 Prozent.

Kreis Paderborn 

Die Industrie im Kreis Paderborn erwirtschaftete von Januar bis Juni 2009 laut IHK-Statistik 2,5 Mrd. Euro, 19,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei gaben in den Betrieben insbesondere die Exporte nach: Die Auslandsumsätze sanken um minus 27,4 Prozent auf 886 Mio. Euro. Die im Kreis starken Bereiche Fahrzeugbau und Elektrotechnik konnten sich dem weltweiten Nachfragerückgang nicht entziehen. Die Inlandsumsätze der Industrie im Kreis Paderborn sanken im Beobachtungszeitraum um minus 13,5 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro. Angesichts des Umsatzrückgangs ist der Beschäftigungsabbau im ersten Halbjahr noch vergleichsweise moderat: 24.462 Beschäftigte bedeuten ein Minus von 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Kreis Höxter

Die Gesamtumsätze der Industrie im Kreis Höxter sanken in den ersten sechs Monaten 2009 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um minus 18,2 Prozent auf 755 Mio. Euro, so die IHK. Besonders die Exportgeschäfte sind dabei eingebrochen: 8.129 Beschäftigte erwirtschafteten einen Auslandsumsatz von 227 Millionen Euro, ein Minus von 24,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Inlandsumsätze gaben um minus 15,2 Prozent auf 529 Mio. Euro nach.

(Redaktion)


 


 

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