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E-Business und Web 2.0

Informationsdefizite im Mittelstand

Das Internet ist zentral für viele Geschäftsprozesse geworden. Dennoch haben insbesondere kleine und mittlere Unternehmen häufig noch Informationsdefizite, wenn sie z. B. Websites kundenfreundlich gestalten oder den Datenaustausch standardisieren wollen. Das zeigt die aktuelle Studie "Elektronischer Geschäftsverkehr im Mittelstand und Handwerk" des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG).

Der Informationsbedarf der kleinen und mittelständischen Unternehmen zum E-Business ist sehr heterogen: Das Interesse beschränkt sich nicht auf einige wenige Themen, sondern verteilt sich auf zahlreiche unterschiedliche Aspekte. Die "Netz- und Informationssicherheit" wird von den Befragten durchgängig als wichtigstes Thema angesehen, gefolgt von den Themen "Online-Recht" und "Datenaustausch mit Externen". Die Ergebnisse spiegeln die bestehenden Unsicherheiten der kleineren Unternehmen bezüglich des Internets wider.

Eine branchenspezifische Analyse zeigt, dass der Informationsbedarf der befragten Handwerksunternehmen sehr viel geringer ausfällt als bei Unternehmen anderer Wirtschaftszweige. Das Informationsbedürfnis bei Handelsunternehmen weist zu beinahe allen Themenbereichen eine deutlich steigende Tendenz im Vergleich zu den Vorjahren auf. Im Dienstleistungssektor werden Informationen zu eher technischen Themen, wie spezielle Softwarelösungen, überdurchschnittlich oft benötigt. Bei den Themen "Datenaustausch mit Externen" und "elektronischer Beschaffung" haben Industrieunternehmen hingegen das größte Interesse.

"Die Untersuchungsergebnisse verdeutlichen, dass kleinere und mittlere Unternehmen noch erhebliche Informationsdefizite aufweisen", erläutert Dr. Kai Hudetz, Leiter des E-Commerce-Center Handel, das die Studie federführend durchgeführt hat. "Insbesondere das Thema Web 2.0 wird in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. Daher sollten sich auch kleinere Unternehmen bereits jetzt mit den entsprechenden Möglichkeiten auseinandersetzen."

Die Ergebnisse der 2.660 Teilnehmer umfassenden Befragung stehen als kostenloser Download  zur Verfügung.

"Elektronischer Geschäftsverkehr im Mittelstand und Handwerk"    
An der Umfrage beteiligten sich bundesweit 2.660 kleine und mittlere Unternehmen. Sie wird vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und vom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM) unterstützt.

Quelle: E-Commerce-Center Handel am Institut für Handelsforschung

(Redaktion)


 


 

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