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Innovationspreis geht an Uni Paderborn

Innovationspreis zeichnet Spitzenforscher an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft aus

Der Innovationspreis des Landes Nordrhein Westfalen wird in diesem Jahr in der Kategorie Innovation an die beiden Paderborner Professoren Reinhold Noé und Ulrich Rückert verliehen. Der Preis ist mit 100.000 Euro dotiert.

Den mit 50.000 Euro dotierten Nachwuchspreis erhält der Heidelberger Professor Oliver Trapp, der bis vor kurzem noch am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/ Ruhr tätig war. Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart wird die Preise am kommenden Montag feierlich verleihen.
„Die Landesregierung würdigt mit den Professoren Noé und Rückert in diesem Jahr zwei Wissenschaftler, die mit ihren Mitarbeitern einen Meilenstein in der optischen Nachrichtentechnik gesetzt haben“, erklärt Minister Pinkwart. „Mit Oliver Trapp wird ein junger Wissenschaftler ausgezeichnet, der das Handwerkszeug der Chemiker in der Katalyse revolutionieren dürfte: weg von Kolben und Bechergläsern, hin zu hocheffizienten Miniatur-Reaktoren.“

Prof. Dr.-Ing. Noé leitet an der Universität Paderborn das Fachgebiet Optische Nachrichtentechnik und Hochfrequenztechnik, Prof. Dr.-Ing. Rückert das Fachgebiet Schaltungstechnik. Den ausgezeichneten Wissenschaftlern ist es unter Einsatz moderner Lasertechnik gelungen, die Übertragung in Glasfaserkabeln zu vervierfachen. Neue Kabel müssen nicht verlegt werden, um die Datenmenge zu erhöhen. Das wirtschaftliche Potenzial dieser Erfindung schätzen Experten auf mehrere Milliarden Euro. Dank der Paderborner Forscher könnte das Telefonieren mit Videobild in Zukunft kostengünstig werden.

Auch der Nachwuchspreisträger Prof. Dr. Trapp hat auf seinem Forschungsgebiet – der chemischen Katalyse – spektakuläre Erfolge erzielt. Katalysatoren haben eine zentrale Bedeutung für viele technische Verfahren in der Chemie. Oliver Trapp hat die chemische Analyse mit der Informationstechnologie zusammengeführt. So konnte er die Zeit verkürzen, die für die Untersuchung katalytischer Vorgänge erforderlich ist. Mit Trapps neuem Verfahren ist es nun möglich, in weniger als 40 Stunden mehr als 5.000 chemische Reaktionen zu analysieren.

Der Innovationspreis wird 2008 zum ersten Mal vergeben. Er ist mit 150.000 Euro nach dem Zukunftspreis der am zweithöchsten dotierte Preis für Innovationen in Deutschland. Für die Auswahl der Preisträger zeichnet verantwortlich eine hochkarätig besetzte achtköpfige Jury unter Leitung des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Professor Peter Gruss. Die Preisverleihung findet am kommenden Montag, 17. November, in Düsseldorf statt. Dann wird auch der Preisträger in der Kategorie „Lebenswerk“ geehrt, der am Montagmittag in einer Pressekonferenz in Düsseldorf vorgestellt wird.

(Redaktion)


 


 

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