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Insolvenzverfahren

Karstadt: Gläubiger stimmen Insolvenzplan zu

Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg zeigte sich nach der gestrigen Gläubigerversammlung optimistisch. Im Ringen um die Zukunft der Warenhauskette hat er einen Etappensieg errungen – die Gläubiger stimmten seinem Insolvenzplan zu. Grund zum Feiern gibt es dennoch noch lange nicht.

Nach wie vor muss Karstadt nun einen Käufer finden, der die Warenhauskette als Gesamtunternehmen übernehmen will. Dies hat Görg zur unbedingten Bedingung für den Verkauf gemacht – im Wissen um das Risiko, dass, falls ihm dieses Vorhaben misslingt, Karstadt ein ähnliches Schicksal droht wie zuvor bereits der ehemaligen Arcandor-Schwester Quelle. Görg weiß um diese Gradwanderung und gesteht ein: Die Karstadt-Rettung bleibt ein „Ritt auf der Rasierklinge“.

Die Gläubiger haben sich indes gestern zu großen Opfern bereit erklärt. 2,8 Milliarden Euro Schulden hat Karstadt insgesamt – nun sollen sie im ersten Schritt für jeden Euro, den ihnen die Warenhauskette schuldet lediglich drei Cent erhalten. Zwar haben die Gläubiger später eine Chance, von den Einnahmen aus dem Verkauf der Warenhauskette zu profitieren, dies jedoch natürlich nur, wenn diese auch gelingt.

In der nächsten Woche erwartet Görg nun ein erstes Kaufangebot für Karstadt. Bis dahin will er sich allerdings in Schweigen hüllen und nicht einmal die Zahl der verbliebenen Kaufinteressenten nennen. Görg weiß: Die Zeit wird knapp. Am 23. April um 17 Uhr endet die offizielle Frist, bis zu der die Kaufinteressenten ein Angebot vorgelegt haben sollen. Bis zum 30. April soll dann der Vertrag unterschrieben sein.

(Redaktion)


 


 

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