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Institut für Management-Entwicklung

IME - Partner aus der Praxis für erfolgreiche Personalentwicklung

Interview mit Martin Karger, Geschäftsführer IME Institut für Management-Entwicklung, zum 40-jährigen Bestehen

Das Institut für Management-Entwicklung (IME) berät, begleitet und unterstützt mittelständische und große Unternehmen in allen Fragen der Personalentwicklung innerhalb der beiden Geschäftsbereiche Offene Seminare und Inhouse-Leistungen. Die Kernkompetenz liegt dabei auf der Durchführung intensiver, praxisnaher und berufsrelevanter sowie methodenorientierter Weiterbildungen. Innerhalb der Offenen Seminare können die Kunden aktuell aus 143 Weiterbildungsangeboten und 430 Terminen auswählen. Die Themen sind sehr breit gefächert, die Schwerpunkte des IME liegen in den Bereichen Führung, Management, Kommunikation und Methodenkompetenz, Persönlichkeitsentwicklung sowie Vertrieb. Mit den Inhouse-Leistungen HR Consulting, Inhouse-Training, Development Center, Development Programs, Business Coaching und Workshop-Moderation bietet das IME den Kunden maßgeschneiderte Lösungen an. Der Hauptsitz ist in Bielefeld. Mit 17 festen Mitarbeitern und rund 100 freiberuflichen Trainerinnen und Trainern ist das Institut deutschlandweit tätig. Seit 2010 ist das IME für Kernprozesse nach 9001 ISO zertifiziert.

Das Institut für Management-Entwicklung besteht in diesem Jahr 40 Jahre. Wie hat alles angefangen?

Martin Karger: Die Firma Dr. Oetker aus Bielefeld hat 1976 das IME gegründet. Vor 40 Jahren war Weiterbildung und Personalentwicklung noch längst nicht so selbstverständlich wie heute. Oetker hat bereits früh in die systematische Entwicklung seiner Führungskräfte und Mitarbeiter investiert und ein vielseitiges Angebot an Seminaren und Entwicklungsmaßnahmen umgesetzt. Mit der Gründung des IME als eigenständig am Markt agierendes Unternehmen stand somit interessierten Unternehmen ein bewährtes und differenziertes Seminarangebot sowie Know-how für die Weiterqualifizierung von Führung- und Fachkräften zur Verfügung. Dem IME war somit in die Wiege gelegt, seine Leistungen an aktuellen Erfordernissen der Unternehmenspraxis und den Jobanforderungen der Mitarbeiter auszurichten.

Wie sind Sie zum IME gekommen?

Martin Karger: Nach Abschluss meines Studiums der Wirtschaftswissenschaft in Gießen kam ich 1984 als Personalreferent zur Firma Dr. Oetker nach Bielefeld. Unsere Abteilung hatte die Aufgabe, die Firmen der Oetker-Gruppe bei der Suche, Auswahl und Entwicklung von Führungskräften und Spezialisten zu beraten und zu unterstützen. Ich bekam früh die Chance, mich als Moderator und interner Trainer ausbilden zu lassen und kam darüber in Kontakt mit dem IME. Einige Jahre konnte ich als Personalentwickler in der Oetker-Gruppe Erfahrungen sammeln und meine Kenntnisse als Workshop-Moderator und Trainer vertiefen. 1991 wechselte ich schließlich zum IME und habe 1993 gemeinsam mit IME Kollegen die Geschäftsanteile an der Gesellschaft vollständig erworben. Seit 2011 bin ich alleiniger Geschäftsführer und Gesellschafter.

Können Sie die Grundidee des IME beschreiben?

Martin Karger: Das IME versteht sich als Systemanbieter für die Personalentwicklungsthemen in Unternehmen. Wir beraten, konzipieren und setzen Entwicklungsmaßnahmen in enger Abstimmung mit unseren Auftraggebern um. Damit leisten wir einen Beitrag zur strategischen und systematischen Mitarbeiter- und Unternehmensentwicklung. Aus diesem Anspruch erklärt sich das breite Leistungsspektrum des IME. Hierzu gehören das offene Seminarprogramm, mit dem wir deutschlandweit als Trainingsanbieter auftreten und unsere Inhouse-Leistungen, mit denen wir gezielt individuelle Entwicklungsbedarfe unserer Kunden bearbeiten. Somit liefern wir unseren Kunden für die unterschiedlichsten Anforderungen an moderne Personalentwicklung ein umfassendes Beratungs- und Leistungsspektrum aus einer Hand an.

Was sind die Kernkompetenzen im Geschäftsbereich Offene Seminare?

Martin Karger: Unser Anliegen ist es, eine stärkenorientierte Personalentwicklung zu unterstützen, die die Potenziale des einzelnen sichtbar macht und gezielt fördert. Daher sind unsere Seminare durch einen hohen Anteil an Übungssituationen gekennzeichnet, an denen Teilnehmer aktiv mitwirken und dadurch die Chance bekommen, ein differenziertes und konstruktives Feedback über ihr Verhalten und die Wirkung auf andere zu erhalten. Hinzu kommt speziell bei offenen Seminaren der Erfahrungsaustausch der Teilnehmer aus verschiedenen Unternehmen, der zusätzliche Anregungen und Perspektiven für Praxissituationen liefert. Und schließlich soll auch der Spaß am Lernen nicht zu kurz kommen.

Ihr zweites Geschäftsfeld sind Inhouse-Leistungen. Was verbirgt sich dahinter?

Martin Karger: Bei den Inhouse-Leistungen beschäftigen wir uns mit individuellen Kundenanfragen, wie wir im Bezug auf die Zielsetzung des Unternehmens Führungskräfte, Spezialisten und Mitarbeiter auf verschiedensten Ebenen in Ihrer Entwicklung unterstützen können, sodass sie den Anforderungen gerecht werden und ihre Persönlichkeit sowie Fähigkeiten nutzen. Um den speziellen Gegebenheiten des Unternehmens gerecht zu werden, klären wir im Vorfeld den konkreten Bedarf und berücksichtigen dabei die Rahmenbedingungen des Arbeitsumfeldes der Teilnehmergruppe. Für die Umsetzung stehen uns unterschiedliche Wege und Methoden zur Verfügung. Mit HR Consulting unterstützen wir Unternehmen, die eigene Personalentwicklung auf die zu erfüllenden Anforderungen auszurichten und umzusetzen. Unsere Kundenberater erstellen Konzepte für unternehmensinterne Weiterbildungen, sogenannte Inhouse-Trainings. Im Development Center finden wir Potenzialträger im Unternehmen und erstellt eine differenzierte Einschätzung der Potenziale und Entwicklungsfelder der Mitarbeiter. Mit Development Programs führen wir spezielle Entwicklungsprogramme für Führungskräfte aller Managementebenen sowie Experten ohne Führungsverantwortung durch und unterstützen damit die Unternehmen, Mitarbeitern interessante Karrieremöglichkeiten anzubieten. In Business Coachings stehen Coaches bereit, wenn herausfordernde oder schwierige berufliche Phasen bewältigt bzw. die persönliche Performance verbessert werden sollen. Mit der Workshopmoderation bringen unsere Moderatoren mit systematischer Gesprächssteuerung Konsequenz und Zielsetzung in Arbeits- und Diskussionsprozesse und zwar, einer Visualisierung der Arbeitsschritte und anderen Moderationstechniken, um alle Teilnehmenden aktiv einzubinden.

Wie finden Sie heraus, was für einen Kunden die passende Lösung ist?

Martin Karger: Indem wir mit unseren Auftraggebern im engen Informationsaustausch sind.
Für uns ist dabei wichtig, möglichst konkret die Ziele und Intentionen für die geplante Entwicklungsmaßnahme zu ermitteln. Häufig kommt es in diesen Klärungsgesprächen zu Veränderungen des ursprünglich definierten Anliegens. Als erfahrene Personalentwickler gehen wir in der Bedarfsklärung systemisch vor und hinterfragen den Anlass für die geplante Maßnahme, die Rahmenbedingungen, die Vorerfahrungen der Beteiligten usw. Damit stellen wir sicher, dass die Investitionen in die Entwicklungsmaßnahme zu einem Nutzen für das Unternehmen und die beteiligten Personen führen. Sollte sich bei der Bedarfsklärung herausstellen, dass ein individuelles Training zielführend ist, werden wir dies anbieten. Sollte sich ergeben, dass ein mehrstufiges Entwicklungsprogramm mit integriertem Diagnostikteil und Coaching Kontingent passend ist, können wir dies sowohl konzeptionell als auch in der Umsetzung durchführen.
Wir entwickeln somit zu jedem Auftrag das passende Format.

Was macht das IME besonders?

Martin Karger: IME ist kein Makler von Seminaren, sondern wir sind der Geschäftspartner unserer Kunden. Wir haben eine Verantwortung, die entsprechenden Maßnahmen zu entwickeln und sorgen von Anfang an für eine gute Qualität bei der Organisation, der Abwicklung und der Auswahl der Trainer. Seit 2010 sind wir für Kernprozesse nach 9001 ISO zertifiziert. Wir können komplexe Projekte mit mehreren Ansprechpartnern beim Kunden und mit mehreren Trainern koordinieren.

Sie arbeiten deutschlandweit mit 100 Trainern zusammen.

Martin Karger: Eines unserer Qualitätsmerkmale ist die lange und gute Zusammenarbeit mit unseren Trainern. Wir wissen genau, welcher Trainer zu welchem Thema passt. Zuverlässigkeit und Wertschätzung sind bei der Zusammenarbeit mit externen und selbstständigen Trainern sehr wichtig. Und das IME ist für viele Trainer ein zuverlässiger und guter Geschäftspartner.

Welche Trends gibt es im Bereich Personalentwicklung?

Martin Karger: Durch die Digitalisierung verändert sich einiges. Früher haben Firmen langfristig für das folgende Jahr Maßnahmen gebucht. Heute ist alles viel schnelllebiger und Maßnahmen - auch komplexe - werden extrem kurzfristig umgesetzt. Neben dieser Kurzfristigkeit sind verkürzte Formate eine weitere Tendenz. Früher waren Seminare drei, vier, manchmal fünf Tage lang. Heute sollen zweitägige Seminare am besten auf einen Tag verkürzt werden. Aber die Dynamik von längeren Seminaren ist auf einen Tag nicht so einfach übertragbar.

Sie bieten im Bereich Offene Seminare seit einiger Zeit die Tagesseminare NINE TO SIX an. Geht das schon in diese Richtung?

Martin Karger: Wir sind als IME nach wie vor Fans von Präsenzseminaren, weil es eine wichtige Form ist, Erfahrungen zu sammeln, direkt Feedback zu bekommen und sich selbst auszuprobieren. Kundengespräche haben uns aber gezeigt, dass der Bedarf an eintägigen Schulungen zunimmt. Bei den Tagesseminaren NINE TO SIX trainieren von 9 bis 18 Uhr maximal zehn Teilnehmer praxisrelevante Handlungskompetenz für den beruflichen Alltag. Interessierte können innerhalb siebzehn Themen aus den Bereichen Kommunikation, Vertrieb, Zeit- und Selbstmanagement sowie Persönlichkeitsentwicklung auswählen.

Brauchen wir zukünftig neue Seminarformate?

Martin Karger: Wir brauchen eine Kombination aus verschiedenen Lernformen wie Live-Online-Training, Webinar, Web Based Training, Videolearning, Präsenzterminen und müssen die richtige Mischung für Blended Learning finden. Unsere Herausforderung ist es, qualitative Angebote in diese Richtung zu entwickeln. Umso mehr wird die Qualität von Präsenzseminaren wichtig sein. Das ist natürlich auch eine Herausforderung an die Trainer, Lerninhalte anders zu vermitteln und die Inhalte in kleinere Einheiten einzuteilen. Von den Teilnehmern wird damit das eigenverantwortliche Lernen viel stärker gefordert.

(Petra Koslowski)


 


 

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