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Institut für Bundesarbeitsagentur für Mindestlöhne

Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit hat sich für gesetzliche Mindestlöhne ausgesprochen. Dabei sollten in Ost- und Westdeutschland unterschiedliche Sätze gelten, sagte der Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller, der «Berliner Zeitung».

Im Westen sei eine Untergrenze von rund sieben Euro pro Stunde beschäftigungspolitisch unschädlich. Im Osten «wäre ein niedrigerer Satz von etwa 6 bis 6,50 Euro anzuraten», weil dort die Produktivität immer noch deutlich geringer sei. «Ich weiß, dass es politisch heikel ist, für eine Differenzierung einzutreten. Aber wenn man eine einheitliche Lösung will, muss man sich an dem niedrigeren ostdeutschen Satz orientieren», sagte der IAB-Direktor. Möller sagte, der Staat sei wegen des in der Wirtschaftskrise relativ stabilen deutschen Arbeitsmarkts stark entlastet worden. «Unterm Strich kann man mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass der Staat einen zweistelligen Milliardenbetrag gespart hat», sagte der Forscher. Wenn die Betriebe alle Beschäftigten entlassen hätten, die sie in der Krise nicht brauchten, gäbe es heute mindestens 1,5 Millionen Arbeitslose mehr. Weil dies nicht geschehen sei, habe die öffentliche Hand rein rechnerisch 27 Milliarden Euro gespart. Davon müsse man die Kosten für Kurzarbeit von fünf Milliarden Euro abziehen. Dabei seien Seiteneffekte wie steuerliche Mindereinnahmen nicht berücksichtigt, weil diese schwer zu ermitteln seien.

(Redaktion)


 


 

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