Weitere Artikel
OLG-Urteil

Internetportal darf Flugtickets anbieten

(bo/ddp-hes). Die Vermittlung von Flugtickets durch ein externes Internetportal ist rechtlich nicht zu beanstanden. Der betreffende Anbieter dürfe die Tickets auch gegen den Willen des betreffenden Flugunternehmens vermitteln, teilte das Oberlandesgericht Frankfurt (OLG) in einem am Montag veröffentlichten Urteil mit und bestätigte damit eine Entscheidung des Landgerichts Frankfurt aus der ersten Instanz.

Das Internetportal durchsucht das Online-Angebot eines Flugunternehmens auf das von ihren Kunden gewünschte Flugziel und zeigt die gefundenen Verbindungen nebst verlangtem Preis auf der eigenen Website an. Zugleich wird die unmittelbare Absendung eines Buchungsauftrags ermöglicht. In diesem Verhalten sah das Flugunternehmen eine Verletzung seines «virtuellen Hausrechts» und einen Verstoß gegen seine Nutzungsbedingungen.

Gegen die Ankündigung des Flugunternehmens, auf diese Weise erworbene Flugtickets zu stornieren, wehrte sich das Internetportal jetzt erfolgreich mit einer einstweiligen Verfügung. Das sogenannte «screen-scraping» verletze weder ein «virtuelles Hausrecht» noch urheberrechtliche Datenbankrechte, urteilte das OLG. Es stehe der Fluggesellschaft allerdings offen, den Zugang zu der Seite durch technische Maßnahmen zu begrenzen.

(Redaktion)


 


 

Flugtickets
Internetportal
Urteil
OLG

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Flugtickets" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: