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ITB 2011

Reiseindustrie trotzt der Krise

Nach der Krise mit Höchstgeschwindigkeit zurück auf Expansionskurs. Bedeutend schneller als von den internationalen Wirtschaftsforschern angenommen ist die globale Reiseindustrie nach einem in der jüngsten Geschichte einzigartigen Einbruch aufgrund der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise im Jahr 2009 wieder zurück auf Erfolgskurs.

Rolf Freitag, Präsident des Beratungsunternehmens IPK International, sagte am Donnerstag auf dem 18. World Travel Monitor Forum in Pisa: „Die internationale Reiseindustrie kommt mit einer größeren Dynamik zurück und unterstreicht in diesem Jahr eindrucksvoll ihre Bedeutung als einer der wichtigsten Bereiche der Weltwirtschaft“. Getrieben wird das internationale Wachstum derzeit nach den Worten von Rolf Freitag vor allem durch den asiatischen Kontinent.

Nach den Angaben von IPK wird das weltweite Wachstum im laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum im inländischen Tourismus um fünf und im internationalen Tourismus um sieben Prozent zunehmen und gemessen an internationalen Ankünften mit einer Wachstumsrate in einer Größenordnung von sechs bis sieben Prozent einen neuen Allzeit-Rekord erreichen. Allerdings fällt das Wachstum rund-um-den-Globus unterschiedlich aus. Während Südamerika im laufenden Jahr um 13 Prozent, Asien und Ozeanien sowie der Mittlere Osten jeweils um zwölf Prozent und der afrikanische Kontinent im nationalen und internationalen Luftverkehr um sieben Prozent wachsen, hinken die Märkte in Nordamerika und Europa noch hinter der Entwicklung hinterher und haben ihr Niveau aus der Zeit vor der Krise noch nicht wieder erreicht. Europa meldet ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr um drei und Nordamerika um nur ein Prozent.

An dem auf Einladung des Beratungsunternehmens IPK International initiierten und von der ITB Berlin geförderten World Travel Monitor Forum in Pisa präsentieren alljährlich über 50 Tourismus-Experten und Wissenschaftler aus aller Welt die aktuellen Statistiken und stellen die neuesten Trends im internationalen Tourismus vor.
Von einer vergleichbaren Erholung ist die Beherbergungsindustrie noch entfernt. Rolf Freitag: „Der Einbruch von sieben Prozent vom Jahr 2008 auf das Jahr 2009 ist noch nicht kompensiert. Gegenüber dem vergangenen Jahr ist zwar ein Wachtsum von fünf Prozent erreicht worden, doch sind die Aufenthalte bei den Reisen kürzer“. Ähnlich zurückhaltend entwickle sich auch die Ausgaben, die von den Reisenden getätigt werden.

Nach den Angaben von IPK wird sich Deutschland auch im laufenden Jahr 2010 mit einem Marktanteil von zehn Prozent und 72,6 Millionen unternommenen Reisen als Reiseweltmeister behaupten können. Auf dem zweiten Platz rangieren die USA mit einem Marktanteil von neun Prozent und 64 Millionen Reisen. Den dritten Platz belegt Großbritannien, den vierten Platz Frankreich. „Die Dynamik, mit der sich die globale Reiseindustrie aus dem Tief des vergangenen Jahres wieder zurückmeldet, ist vor dem Hintergrund der globalen Krise außerordentlich bemerkenswert und ermutigend. Wir sind überzeugt, dass auch die Märkte in Europa und Nordamerika an der positiven Entwicklung teil haben und zur ITB Berlin im März kommenden Jahres eine ähnlich vielversprechende Entwicklung kommunizieren werden, sagte Dr. Martin Buck, Direktor des KompetenzCenter Travel und Logistics der Messe Berlin.

(Redaktion)


 


 

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