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Frank Epping

„Kaffee ist der Mega-Bestseller der Zukunft“

Mit dem CUP&CINO-Gründer Frank Epping sprach die Redaktion von business-on.de über das Multifunktionsprinzip seiner weltweit expandierenden Kaffee-Häuser, internationale Marktstrategien und nationale Vorlieben seiner Kunden.

business-on.de: Herr Epping, Kaffee-Liebhaber finden Cup&Cino-Coffee-Houses inzwischen auch in Griechenland, Portugal, Lettland, Indonesien, Kuwait oder Saudi Arabien. Geht Ihr Franchise-Konzept weltweit überall auf?

Epping: Es sind längst nicht nur Kaffee-Liebhaber, die unsere Coffee-Houses schätzen. Neben typischen Kaffee-Spezialitäten bieten wir eine Vielzahl an Cocktails, Weinen, Teesorten und Trink-Schokoladen sowie eine attraktive Auswahl an Snacks, Paninis, Pasta und Salaten. Diese Produktvielfalt sichert unseren Partner eine optimale Auslastung über den ganzen Tag hinweg, egal ob in Athen, Dresden, Riyad oder am Kuwait-Airport.

business-on.de: Also ein gastronomisches Konzept für alle Märkte?

Epping: Im Prinzip ja. Doch Voraussetzung für eine international erfolgreiche Ausrichtung sind auch grundlegende Kenntnisse des jeweiligen Marktes und landestypischer Besonderheiten, die nationale Modifizierungen erfordern.

business-on.de: Können Sie dafür ein aktuelles Beispiel nennen?

Epping: Im asiatischen Raum beispielsweise waren erhebliche Zugeständnisse bei der Betriebsfläche notwendig: Während in Europa großzügige Dimensionen die Regel sind - in Lippstadt eröffnete vor wenigen Monaten unser Flagstore mit 500 qm - verfügen unsere Objekte in Taiwan höchstens über 70 bis 100 qm. Die extremen Ladenmieten schließen größere Outlets dort aus.

business-on.de: Spielen auch nationale Geschmacksvorlieben der Kunden eine Rolle?

Epping: Natürlich. Die Speisekarte in Ryad setzt andere Schwerpunkte als die in Athen oder Dresden. Der Grund: Mit leichten Gerichten, Salaten und Snacks lassen sich in Ryad die besten Umsätze generieren.

business-on.de: Wie erhalten Sie zuverlässige Daten über nationale Marktbedingungen?

Epping: Unsere Export-Manager analysieren vor jedem Start vor Ort regionale Wettbewerbssituation, Konsumentenverhalten und sich daraus eventuell ergebene Marktanpassungen.

business-on.de: Herr Epping, mit Ihren Kaffeesystemen, Shop-in-Shop-Lösungen und schlüsselfertigen Coffee-Houses haben Sie sich auch hierzulande erfolgreich in einer Marktnische etabliert. Wo wird Ihr Kaffee am meisten getrunken?

Epping: Unsere Kaffee-Systeme sind in Büros und Kantinen ebenso etabliert wie an Jet-Tankstellen, UCI-Kinos oder in Bäko-Bäckereien. Hinzu kommen Tausende spezieller Shop-in-Shop-Konzepte, die in Sonnen- und Fitnessstudios, in Kinos und Autohäusern, in Wellness-Centern oder in Friseursalons auf kleinstem Raum möglichst viel Marktpotenzial erschließen.

business-on.de: Und welche Standorte sind typisch für Ihre Coffee-Houses?

Epping: Als Standorte für unsere schlüsselfertigen Objekte favorisieren wir Städte mit mindestens 30.000 Einwohnern oder die Integration in Einkaufscentern.

business-on.de: Wie sehen Ihre Geschäftsziele bis Ende 2010 aus?

Epping: Bis dahin werden unsere Kaffeesysteme voraussichtlich alleine hierzulande in rund 6000 Outlets stehen. Dafür sprechen nicht nur unsere überdurchschnittlichen Wachstumsraten im zweistelligen Bereich, sondern vielmehr auch die Beliebtheit des Kultgetränks Kaffee im allgemeinen.

business-on.de: Können Sie das konkretisieren?

Epping: In Deutschland werden jährlich ca. 530.000 Tonnen Kaffee mit einem Handelsvolumen von 3,5 Milliarden Euro umgesetzt. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von 6,5 Kilogramm. Damit ist Kaffee das beliebteste Getränk der Deutschen und nach einschlägigen Marktstudien auch unangefochten Mega-Bestseller der Zukunft.

business-on.de: Beste Perspektiven also auch für Ihre Coffee-House-Partner?

Epping: In der Tat. Unser Ziel ist es, in Deutschland 8-10 neue Outlets pro Jahr erfolgreich zu eröffnen und die bestehenden permanent zu optimieren, um für unsere Partner bestmögliche Erträge zu generieren.

business-on.de: Die langfristig alle vom Trend zu Coffee und Cocktails profitieren werden?

Epping: Das alleine wäre zu kurz gegriffen. Unsere Wettbewerbsvorteile liegen in einer erstklassigen Dienstleistung, die in erster Linie beste Bohnen aus weltweit führenden Regionen und eine aromafrische Zubereitung voraussetzt. Eine erprobte Geschäftsidee, umfassende Wettbewerbsvorteile (von der Standortanalyse bis hin zu innovativer High Tech wie einem firmeneigenen Musikkanal oder einem preisgekrönten vollautomatischen Cocktail-Mixer) und der weltweite Trend zum Coffee-Shop sichern auch Quereinsteigern einen erfolgreichen Markteinstieg.

business-on.de: Fast alle führenden Kaffeeröster bieten inzwischen Bio- und Fair Trade-Kaffee. Sieht auch CUP&CINO darin die Zukunft der Kaffee-Branche?

Epping: Das ist wohl übertrieben, aber eins steht fest: Der Bio-Boom schlägt sich auch in unserer Branche nieder. Immer mehr Kunden bevorzugen biologisch angebauten und fair gehandelten Kaffee und sind auch bereit, dafür etwas mehr zu bezahlen. Mit unseren „Body & Soul“-Produkten werden wir diesem Anspruch in besonderer Weise gerecht.

business-on.de: Können Sie das näher erläutern?

Epping: Bio- oder TransFair-Kaffee führen inzwischen viele Unternehmen. Doch CUP&CINO bietet als erster Markenanbieter Premiumprodukte mit beiden Eigenschaften, was auch der Name signalisiert: Body steht für Bio und Soul ist gleichbedeutend mit sozialer Verantwortung. Unsere neuen Premium-Kaffees aus Mexiko und Peru werden nachweislich nach den strengen Bio-Anforderungen angebaut. Zudem sind die Kleinbauernkooperativen, die diese Hochlandkaffees ernten, an das Fairtrade-System angeschlossen, was das Verbot von Kinderarbeit und den Aufbau demokratischer Organisationsstrukturen involviert.

business-on.de: Wie vermarkten Sie diese Produkte?

Epping: Unseren Bio-Kaffee gibt es unter anderem im Biofachhandel in 250g Packungen. Zudem bietet CUP&CINO die lukrative Möglichkeit, diese Kaffeesorten auch als BIO- und TransFair Kaffee im Ausschank anzubieten. Dafür stellen wir unsere bewährten Kaffeesysteme zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es speziell für die Gastronomie ein eigens entwickeltes Shop in Shop-Konzept, um das Thema Kaffee verstärkt in den Fokus der Gäste zu rücken.

(Redaktion)


 


 

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1 Kommentar

von Daisy
21.01.10 16:38 Uhr
Ende der Caféhaus Tradition?

Ich denke nicht, dass Herr Epping (den ich übrigens aus früheren Zeiten persönlich recht gut kenne) richtig liegt, wenn er sagt, dass die Zeiten der traditionellen Cafés mit Torte etc. vorbei sind. Ich denke eher, dass sich die Menschen recht bald wieder auf die traditionellen "gemütlichen" Cafés mit Flair und Ambiente und sehr guter Konditorkunst rückbesinnen. Mag es auch weiterhin die Herden in konform gestylte Läden ziehen. Die können dort ja gerne weiterhin ihre Bechergetränke zu sich nehmen.

 

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