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Kaufkraft stagniert seit 20 Jahren

Für ein Kölsch braucht's immer noch drei Minuten

Hartnäckig hält sich der Glaube, dass seit der Einführung des Euro das Leben deutlich kostspieliger geworden sei. Doch der deutsche Otto-Normal-Verdiener kann sich von seinem Gehalt ebenso viele Waren und Dienste leisten wie vor zwanzig Jahren. Andererseits: Mehr leisten kann er sich auch nicht.

Denn in diesem Zeitraum sind die westdeutschen Netto-Löhne um 45 Prozent gestiegen - die Preise für Waren und Dienste stiegen um 43 Prozent. Für einen identischen Warenkorb muss damit heute im Schnitt genauso lange gearbeitet werden wie vor 20 Jahren.

Eine Flasche Kölsch erforderte damals wie heute den Gegenwert von 3 Arbeitsminuten. Schweinekotelett ist hingegen heute günstiger zu haben: Statt 36 Minuten fürs Kilo genügen jetzt 30 Minuten Arbeit. Ebenso sind Textilien und Schuhe  schneller verdient als zu Beginn der 1990er Jahre. Für einen Herrenanzug beträgt die Arbeitszeit-ersparnis mehr als fünf Stunden, für Damenpumps immerhin 1 3/4 Stunden. Nur mit dem sukzessiv ansteigenden Benzinpreis hielten die Löhne nicht Schritt: Für eine Tankfüllung musste im Jahr 2011 fast zwei Stunden länger gearbeitet werden als Anfang der 1990 Jahre.

(Redaktion)


 


 

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