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  • 07.04.2010, 10:10 Uhr
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  • Queensland/Australien
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Organisation "Save the Brumbies“

Schutz der Wildpferde

Ab Donnerstag, den 1. April 2010 dürfen in Queensland/Australien wieder hunderte von Brumbies abgeschossen werden. Hierbei handelt es sich um ein von den australischen Behörden genehmigtes Vorhaben, das den Jägern auch den Einsatz von Hubschraubern für die Jagd gestattet.

 Mindestens 2.000 Pferde sollen sterben. Dabei werden, das weiss man aus Erfahrungen der letzten Tötungsaktionen, viele verbluten, Fohlen neben ihren toten Müttern verhungern und sich Pferde auf der Flucht die Beine brechen. Die Kadaver lässt man einfach liegen. Diese Tötungen sind völlig sinnlos. Die Populationen erholen sich meist wieder sehr schnell, und das Töten beginnt von Neuem. Keiner, auch die Tierschützer nicht, stellt die Notwendigkeit der Bestandskontrollen bei frei lebenden Pferden in Abrede. Zu den so genannten „Cullings“ wurden aber Alternativen von Pferdefreunden erarbeitet und auch den zuständigen Vertretern in den Behörden in Seminaren und Workshops vorgestellt. Dass sie funktionieren, weiss man aus dem Staat Victoria: Hier hat die Organisation „Save the Brumbies“ von Jan Carter mit Hilfe von sinnvollen Konzepten Überzeugungsarbeit geleistet.

Inzwischen vezichten die Behörden dort auf den grausamen Abschuss der Wildpferde. Stattdessen arbeitet man mit Geburtenkontrolle. Darüber hinaus werden regelmässig einige Pferde schonend gefangen, ausgebildet und als Reitpferde verkauft. Jan Carter, im „wahren“ Leben klassische Harfinistin, hat inzwischen sogar eine Warteliste für ihre Brumbies. In Australien ist bekannt, dass sie ausgezeichnete Reit- und Arbeitspferde abgeben. Völlig paradox ist, dass es ausgerechnet in Queensland derzeit einen Mangel an Arbeitspferden gibt. Australien lebt vom Tourismus und damit auch von einem guten Image. Bekommen Ministerpräsident Kevin Rudd und die Ministerpräsidentin von Queensland, Anna Bligh, entsprechende Emails aus Deutschland, werden sie unter Umständen ihre Einstellung ändern. Die hohen finanziellen Aufwendungen für dieses grausame und sinnlose Massaker könnte dann in nachhaltig wirksame und sinnvolle Alternativen investiert werden, so die Hoffnung der Tierschützer. „Save the Brumbies“ ist als gemeinnützige Non-Profit-Organisation anerkannt. Sie erhält keinerlei Unterstützung vom Staat.

(Redaktion)


 


 

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