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Kienbaum-Studie

Gehälter für Kaufleute steigen langsamer

Die Gehälter von Kaufleuten in Führungs- und Fachpositionen stiegen 2009 geringer als im Vorjahr. Von 2008 auf 2009 gab es durchschnittlich drei Prozent mehr Gehalt. Im Jahr zuvor stieg die Vergütung noch um 4,2 Prozent.

Das ergab die Vergütungsstudie „Führungs- und Fachkräfte in kaufmännischen Funktionen“, zu der die Managementberatung Kienbaum die Angaben zu 6.251 Positionen von 688 Unternehmen ausgewertet hat.

Für 2010 planen die befragten Unternehmen Gehaltssteigerungen in Höhe von lediglich 0,9 Prozent für Führungskräfte und 1,9 Prozent für Fachkräfte. „In wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen viele Unternehmen bei den Gehältern den Rotstift an. Allerdings sollte gerade jetzt in das Humankapital investiert werden, um die Mitarbeiter zu motivieren und langfristig zu binden“, sagt Kienbaum-Vergütungsexperte Christian Näser.

Kaufmännische Gesamtleiter sind mit Jahresgesamtbezügen in Höhe von 153.000 Euro die am besten vergüteten Führungskräfte in kaufmännischen Funktionen. Ebenfalls auf den vorderen Rängen liegen Vertriebsleiter mit 144.000 Euro sowie Leiter der Unternehmensplanung und -entwicklung mit 137.000 Euro. Durchschnittlich betragen die Jahresgesamtbezüge einer Führungskraft in kaufmännischer Funktion 111.000 Euro und die einer Fachkraft 62.000 Euro. Bei den Fachkräften sind Key-Account-Manager mit 85.000 Euro, Spezialisten im Bereich Unternehmensentwicklung und Strategie mit 80.000 Euro sowie Produktmanager mit 75.000 Euro die Top-Verdiener.

Chemieunternehmen vergüten am besten

Im Branchenvergleich am meisten verdienen kaufmännische Führungskräfte, die in Chemie- oder Mineralölverarbeitungsunternehmen beschäftigt sind: Sie erzielen durchschnittliche Jahresgesamtbezüge in Höhe von 172.000 Euro. Mit 131.000 Euro vergüten Hersteller von Geräten der Elektrizitätserzeugung und -verteilung ebenfalls sehr gut. Die niedrigsten Jahresgesamtbezüge erhalten Führungskräfte in Verbänden, Instituten, gemeinnützigen Organisationen und Krankenhäusern mit 79.000 Euro. Bei der Betrachtung der Jahresgesamtbezüge nach Wirtschaftszweigen werden Führungs- und Fachpositionen in produzierenden Unternehmen besser vergütet als in Handels- und Dienstleistungsunternehmen. „Die starken Gehaltsschwankungen sind nicht allein auf Branchenspezifika zurückzuführen. Die konjunkturellen und strukturellen Gegebenheiten, der Standort eines Unternehmens sowie die Anzahl der unterstellten Mitarbeiter beeinflussen die Höhe des Gehalts ebenfalls“, sagt Näser.

Frauen in Führungspositionen sind noch immer selten

Lediglich jede fünfte Führungskraft ist weiblich. Höher ist die Quote bei Fachpositionen in den kaufmännischen Bereichen aus: Hier stellen Frauen fast die Hälfte aller Mitarbeiter. Der Frauenanteil über alle Führungs- und Fachpositionen liegt bei 28 Prozent und damit ungefähr auf dem Vorjahresniveau. Die Vergütung fällt im Vergleich zu den männlichen Kollegen noch immer geringer aus: Die Vergütungsdifferenz liegt für weibliche Führungskräfte bei minus 22 Prozent und für weibliche Fachkräfte bei minus 17 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 24 Prozent beziehungsweise 22 Prozent. „Es ist eine Tendenz zu beobachten, dass die Differenzen in den Bereichen, in denen viele Frauen beschäftigt sind, geringer ausfallen als in den von Männern dominierten Positionen. Frauen werden jedoch nicht über alle Positionen hinweg schlechter als die männlichen Kollegen vergütet“, sagt der Kienbaum-Vergütungsexperte. Als Spezialistin für Steuern beziehungsweise als Bilanzbuchhalterin fallen die Jahresgesamtbezüge um fünf beziehungsweise sechs Prozent höher aus als die von Männern in gleicher Position.


 


 

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