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Kreditwesengesetz

Gefahr für das Leasing-Geschäft

Vor negativen Auswirkungen des Kreditwesengesetzes auf das Leasing des Einzelhandels warnte jetzt der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE).

Leasing sei für Unternehmen in vielen Bereichen eine beliebte Finanzierungsform, sagte HDE-Finanzierungsexpertin Monika Dürrer. So würden 41 Prozent der mittelständischen Unternehmen bei Investitionen in Höhe von rund 25.000 Euro zuerst an Leasing und nicht an die Kreditaufnahme denken (TNS Infratest Finanzforschung und Bundesverband Deutscher Leasing Unternehmen). Neben Fahrzeugen und Maschinen würden Unternehmen vor allem auch Büroausstattung wie etwa Drucker und Kopiergeräte leasen. Partner wäre hier in der Regel der Facheinzelhandel.

„Das Leasing-Geschäft des Facheinzelhandels ist jetzt in Gefahr geraten“, sagte Dürrer. Die jüngste Änderung des Kreditwesengesetzes (KWG) betreffe den mittelständischen Fachhandel mit Druck- und Kopiergeräten in seinem typischen Endkundengeschäft unmittelbar negativ. „Die Novelle führt dazu, dass viele Fachhändler sich einer prozesskostenintensiven Prüfung der Bankaufsicht unterwerfen müssen, wenn sie das Leasinggeschäft weiterhin betreiben wollen“, erläuterte die HDE-Expertin. „Außerdem wird der Händler gegenüber den genauso am Markt agierenden Herstellern mit Direktvertrieb benachteiligt. Diese müssen Aufsichtspflichten nämlich nicht nachkommen.“ Es sei dringend erforderlich, die Norm für alle betroffenen Unternehmen praxisnah auszulegen, forderte Dürrer. Danach müsse das Gesetz an den politischen Willen der Mittelstandsförderung wieder angepasst werden.

(HDE)


 


 

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