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Wirtschaft Kreis Herford

Kreis Herford - Zentrum der europäischen Küchenmöbelindustrie

Der Kreis Herford mit seinen rund 253.000 Einwohnern liegt eingebettet zwischen dem Wiehengebirge im Norden, dem Weserbergland im Osten und dem Teutoburger Wald im Süden, erschlossen durch die Autobahnen A 2 und A 30. Mit Herford als Kreisstadt und seinen acht weiteren Städten und Gemeinden Bünde, Enger, Hiddenhausen, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen, Spenge und Vlotho ist der Kreis Herford eine Gegend mit einer lebendigen Geschichte und einer attraktiven Gegenwart.

Seinen Namen "Wittekindskreis" erhielt der Kreis Herford durch seine enge Beziehung zum Sachsenherzog Wittekind. Die Ostfalen und die Engern waren sächsische Stämme. Nach drei erbitteten Kriegen in den Jahren 772 bis 804 musste sich der um Unabhängigkeit kämpfende Sachsenherzog dem Franken Karl dem Großen beugen. Die Gebeine Wittekinds werden in einem Sarkophag in der Stiftskirche zu Enger vermutet.

Wappen des Kreises Herford erinnert an Wittekind

Die Erinnerung an Wittekind wird auch durch das Wappen des Kreises Herford wachgehalten. Es zeigt das schwarze, springende Ross, das Wittekind vor seiner Taufe geritten haben soll. Der Legende nach schenkte ihm Karl der Große nach seiner Taufe ein weißes Pferd, das als Wappentier von Westfalen gedeutet wird.

Zentrum der europäischen Küchenmöbelindustrie

Heute kann der Kreis Herford mit Recht als das Zentrum der europäischen Küchenmöbelindustrie bezeichnet werden, aus dem jede dritte in Europa hergestellte Küche stammt. Im Zentrum der Möbelindustrie hat aufgrund der produktionsbezogenen Verbundenheit auch der Maschinenbau und die Metallwarenherstellung Tradition. Unternehmen profitieren von der Nachbarschaft der Universität und der Fachhochschule in Bielefeld sowie den Berufskollegs des Kreises Herford. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist Herford ein für seine Möbel- und Kleidungsindustrie bekannter Standort. Im Laufe des Jahrhunderts ist diese ein zentraler Teil der Identität von Stadt und Region geworden. 20 Prozent der bundesdeutschen Möbel und 60 Prozent der Küchenmöbelproduktion sind in der Region Herford beheimatet.

Eine ebenso starke Zuliefererindustrie komplettiert den attraktivsten Möbel-Standort Europas. Zwei Messen, die Möbelordermesse (MOW) und die Ordermesse der Zuliefererindustrie (ZOW), sind weltweit anerkannte Foren und Stimmungsbarometer der Branche.

Museum für zeitgenössische Kunst und Design: MARTa Herford

Mit einem ambitionierten Projekt macht die Stadt Herford in Ostwestfalen-Lippe auf sich aufmerksam. Am 7. Mai 2005 wurde MARTa Herford eröffnet. Im Dreiklang zwischen Design (M für Möbel), Kunst (ART) und Architektur beziehungsweise Ambiente (a) sorgt das Projekt MARTa Herford für neue Impulse in Kunst, Design, Architektur und Wirtschaft – und das nicht allein regional, sondern über die Grenzen hinaus. In dem außergewöhnlichen Gebäudekomplex des Architekten Frank Gehry entstand eine neuartige Verbindung aus Museum, Kompetenzzentrum und Veranstaltungsforum. Hier präsentiert der Ausstellungsmacher und Museumsdirektor Jan Hoet zeitgenössische Positionen in Kunst und Design.

(Redaktion)


 


 

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