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  • 05.08.2009, 10:09 Uhr
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  • Düsseldorf (ddp-nrw)
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Private Geldgeber finanzieren Studenten

Land will 200 Stipendien zusätzlich schaffen

Die Landesregierung will im kommenden Wintersemester statt der ursprünglich geplanten 1200 nun 1400 Stipendien schaffen. «Die Resonanz der Hochschulen und der privaten Geldgeber ist so groß, dass wir guter Hoffnung sind, mit unserem Modell den entscheidenden Anstoß für eine neue Stipendienkultur zu geben», sagte Forschungsminister Andreas Pinkwart (FDP) am Dienstag in Düsseldorf.

33 der 36 Hochschulen in NRW nehmen an der neuen Studentenförderung teil. Der Opposition reicht das Fördrprogramm nicht  aus.

Die Stipendien werden unabhängig von der Einkommensstärke der Studenten vergeben. Das Land stellt pro Stipendiat 150 Euro im Monat bereit, wenn die Hochschulen ebenfalls 150 Euro bei Privaten einwerben. Unternehmen, die für das Programm als Geldgeber zeichnen, bekommen dafür ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Stipendiaten.

Zahl der Stipendiaten erhöht

Mit dem Start des Wintersemesters 2009/2010 soll so die Zahl der Stipendiaten in NRW von derzeit rund 6000 auf 7400 erhöht werden. Insgesamt gibt es 470 000 Studenten in Nordrhein-Westfalen.

Die privaten Mittel der bisher finanzierten 1200 neuen Stipendien kommen zu 43 Prozent von Stiftungen und Vereinen, zu 39,5 Prozent von Firmen oder Banken und zu 17,5 Prozent von Einzelpersonen. 38 Prozent der Stipendien sind nicht an bestimmte Fächer oder Studiengänge gebunden. Besonders eifrig bei der Suche nach privaten Sponsoren war die Universität Duisburg-Essen mit 130 Stipendien.

Die SPD hält Pinkwarts Programm für unzureichend. «1400 Stipendien sind nur ein Tropfen auf den heißen Stein, weil vor allem das Problem der sozialen Auslese, die die Studiengebühren mit sich bringen, nicht gelöst wird», sagte der wissenschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Karl Schultheis. Die CDU/FDP-Regierung sollte besser die von ihr eingeführten Studiengebühren von zumeist 500 Euro pro Semester wieder abschaffen.

Bezuschussung der Studenten

Auch die Grünen halten den Plan zur Bezuschussung der Studenten für mangelhaft. Pinkwart fördere damit nur «Eliten», sagte die Grünen- bgeordnete Ruth Seidl. «Angesichts von mehreren Taused Studierenden, die jedes Jahr durch die Studiengebühren vom Studium abgeschreckt werden, mutet es schon fast zynisch an, wenn Minister Pinkwart nun 200 zusätzliche Stipendien als Erfolg verkauft», sagte sie. Die Regierung mache wieder einmal Politik nach dem Motto «Privat vor Staat», rügte sie.

(Redaktion)


 


 

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