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Lippische Industrie erreichte 2008 Vorjahresniveau

Die 123 lippischen Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten erwirtschafteten in den ersten elf Monaten des Vorjahres 4,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einer leichten Zunahme um 0,6 Prozent (NRW + 3,4 Prozent) gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum.

Allerdings hatte die lippische Industrie von Januar bis November 2007 ein Plus von 13,5 Prozent erwirtschaftet, eine der höchsten Wachstumsraten seit 20 Jahren. "Wenn der Industrieumsatz dieses hohe Niveau wieder erreicht, ist das eine hervorragende Leistung und positiv zu bewerten", stellt Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK), fest. Die schwierige konjunkturelle Situation zur Jahreswende darf daher nicht über interpretiert werden, so Martens.

Das leichte Umsatzwachstum in der lippischen Industrie war auf den Anstieg der Exporte um 1,6 Prozent (NRW + 3,4 Prozent) zurückzuführen. Der Inlandsumsatz lag knapp auf Vorjahresniveau (NRW + 4,3 Prozent). Die Exportquote, das ist der Anteil des Auslandsumsatzes am Gesamtumsatz, erreichte mit 43 Prozent fast die Landesquote. Die Zahl der Beschäftigten sank bedingt durch den Rückgang der meldepflichtigen Betriebe um 1,5 Prozent (NRW + 2 Prozent) auf 24.755 Personen im Jahresdurchschnitt.

Umsatzspitzenreiter mit einem Plus von 3,7 Prozent war Lippes größte Einzelbranche, die Elektrotechnik. Sowohl im In- als auch im Ausland waren Produkte aus der heimischen Elektrotechnik sehr gefragt. Der Gesamtumsatz stieg auf 1,9 Mrd. Euro. Mittlerweile gehen 56 Prozent der Geschäfte auf den Export zurück, der seinerseits um 3,5 Prozent zulegte. Aber auch das Inlandsgeschäft lief mit ei-nem Plus von 3,9 Prozent im Vergleich zur Gesamtindustrie sehr gut. Die Zahl der Beschäftigten stieg leicht auf 9.205 Personen an.

Nach Jahren der Schwäche erholte sich die Möbelindustrie im Laufe des vergangenen Jahres. Auch sie erwirtschaftet mittlerweile fast zwei Fünftel ihrer Umsätze im Ausland, wo die Nachfrage um 3,1 Prozent zunahm. Der Gesamtumsatz dieser Branche stieg um 2,6 Prozent auf 640 Mio. Euro. Die Möbelindustrie beschäftigte im Jahresdurchschnitt 3.684 Mitarbeiter (- 1,6 Prozent).

Die nach dem Umsatz drittstärkste Branche in Lippe, der Maschinenbau, meldete für 2008 ein leichtes Umsatzminus von 0,7 Prozent. Insgesamt setzte diese Branche 446 Mio. Euro um, dabei lief das Inlandsgeschäft (- 2,2 Prozent) wesentlich schlechter als der Export, der sich mit + 0,7 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau bewegte.

Die Kunststoffindustrie, Lippes viertwichtigster Wirtschaftszweig, sah sich sowohl im In- als auch im Ausland mit einem Rückgang konfrontiert: der Gesamtumsatz sank um 2 Prozent auf 434 Mio. Euro bedingt durch ein Umsatzminus im Inland von 1,1 Prozent und im Ausland von 5,6 Prozent.

Die stärksten Umsatzrückgänge meldeten der Fahrzeugbau mit - 15 Prozent, das Ernährungsgewerbe mit - 6,7 Prozent und die chemische Industrie mit - 4,4 Prozent.

(Redaktion)


 


 

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