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Internationalisierung

Lippische Unternehmen international aktiv

Ausländische Märkte sind für die lippische Wirtschaft nicht nur in Zeiten der Wirtschaftskrise von großem Interesse. Seit Jahren sind die lippischen Industrieunternehmen auf diesen Märkten aktiv. Zunehmend gewinnt die Internationalisierung auch im Dienstleistungsbereich an Bedeutung. Zum einen versorgen die heimischen Unternehmen die ausländischen Märkte sehr erfolgreich direkt mit Produkten aus Lippe, zum anderen bedingen die vielzähligen Aktivitäten aber auch die Präsenz und Notwendigkeit im Ausland zu investieren.

"Die lippischen Unternehmen sind überzeugt, dass sie größere Absatzerfolge erzielen, wenn sie sich im Ausland engagieren und ihre Geschäfte vor Ort abwickeln", fasst Axel Martens, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK), das Ergebnis einer kürzlich durchgeführten Umfrage zusammen, an der sich 125 heimische Unternehmen beteiligten.

Fast jedes zweite Unternehmen will in diesem Jahr im Ausland investieren. Ein Sechstel der Antwortenden (Vorjahr ein Zehntel) will ihre Investitionen erhöhen, bei einem Siebtel werden sie - wie im Vorjahr - gleichbleiben. Der Anteil derjenigen, die planen ihre Auslandsengagements zu reduzieren, hat sich auf ein Achtel verdreifacht. Der Schwerpunkt der Investitionsaktivitäten liegt mit zunehmender Bedeutung im Aufbau eines Vertriebs- bzw. Kundendienstes. Jedes zweite Unternehmen schafft deshalb auch Produktionskapazitäten im Ausland.

Als zweiten Grund für Auslandsengagements nennen die lippischen Unternehmen die Markterschließung. Das Argument der Kosteneinsparung ist nur bei einem Sechstel der Antwortenden von Bedeutung. Zielregion Nummer eins ist seit Jahren mit Abstand China. Insbesondere größere Unternehmen wollen in diesem Land durch Investitionen vor Ort Fuß fassen. An zweiter Stelle folgt neuerdings Asien und - von kleineren Unternehmen bevorzugt - an dritter Stelle die EU-15-Länder. Nordamerika rückt entgegen den Vorumfragen wieder stark in den Mittelpunkt des Interesses. Die EU-Beitrittsländer - 2004 spielen dagegen in diesem Jahr nur eine untergeordnete Rolle.

Investitionen auf Auslandsmärkten sind für die exportabhängigen lippischen Industriebetriebe gerade mit Blick auf die Zeit nach der aktuellen Krise besonders wichtig. Sie festigen die Position der heimischen Wirtschaft im Ausland und steigern die Wettbewerbsfähigkeit. Darüber hinaus haben sie auch den Effekt, dass sie heimische Arbeitsplätze sichern, in einigen Fällen sogar neue Arbeitsplätze schaffen. Industrieproduktion, die ins Ausland verlagert wurde, ist für den Standort Lippe bzw. Deutschland allerdings meist auf Dauer verloren. "Nur ein Prozent der im Ausland engagierten Unternehmen haben für dieses Jahr Rückverlagerungspläne", stellt Martens fest. Martens wertet das als Mahnung an die Politik, jede Chance zu nutzen, "um die Produktion in Deutschland rentabel zu halten und ausländische Investoren zu locken".

(Redaktion)


 


 

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