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Lohnsteigerungen

DIHK sieht keine Möglichkeit für deutlich höhere Löhne

(dapd) Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, lehnt deutliche Lohnsteigerungen ab.

Jetzt müssten Investitionen nachgeholt werden, für die während der Wirtschaftskrise Spielräume und Liquidität gefehlt hätten, sagte Wansleben, der "Passauer Neuen Presse" (Freitagausgabe) laut Vorabbericht. "Das hat jetzt Priorität und nicht höhere Löhne", sagte er. Die Unternehmen seien als Folge der Krise "finanziell noch ausgeblutet". "Wenn jetzt wieder investiert und neu eingestellt wird, sehe ich keine Möglichkeit für deutlich höhere Löhne", sagte Wansleben.

Über die Nachhaltigkeit des derzeitigen Konjunkturaufschwungs zeigte sich Wansleben zuversichtlich. "Für das kommende Jahr rechnen wir mit 2,4 Prozent Wachstum. Das ist doppelt so viel wie der durchschnittliche jährliche Zuwachs in den zurückliegenden 20 Jahren", sagte er. Die Erholung habe beim Export begonnen und setze sich bei Konsum, Investitionen und Neueinstellungen fort. Das gebe dem Aufschwung ein stabiles Fundament. In einigen Regionen werde die Arbeitslosigkeit auf drei bis vier Prozent sinken.

Wansleben sagte, allerdings gebe es auch Gefahren. "Am meisten besorgt uns die Entwicklung der Rohstoffpreise. Zwei von drei Industriebetrieben halten steigende Rohstoffpreise inzwischen für das größte Risiko", sagte er. Außerdem dürfe sich der Fachkräftemangel nicht zur Wachstumsbremse entwickeln. Hier würden kluge Rezepte benötigt, um mehr qualifizierten Fachkräften den Zuzug nach Deutschland zu ermöglichen.

(dapd )


 


 

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