Weitere Artikel
Sicherheit im Netz

Mehr gezielte Spam- und Malware-Attacken

Obwohl in den letzten beiden Jahren zahlreiche Botnets, die Spam-Mails versendet haben abgeschaltet werden konnten: Die Zahl der infizierten Nachrichten ist im ersten Halbjahr 2012 wieder deutlich angestiegen.

Dies haben Erhebungen des Research-Teams von eleven, dem führendem deutschen E-Mail-Sicherheits- anbieterergeben. Vor allem im zweiten Quartal wurde ein deutliches Wachstum verzeichnet. Die Bilanz:  über 50 Prozent mehr Spam und bekannte Malware sowie 90 Prozent mehr Virenausbrüche. Phishing-E-Mails legten dagegen vor allem im ersten Quartal zu, in dem sie ein Wachstum um fast 170 Prozent verzeichneten. Der Anteil von Spam am gesamten E-Mail-Aufkommen lag im ersten Halbjahr bei durchschnittlich 70 Prozent.

Zweiter Haupttrend im ersten Halbjahr: die Zunahme gezielter Spam-, Phishing- und Malware-Kampagnen, die sich beispielsweise an ein bestimmtes Land, an Kunden regionaler Bankinstitute oder Nutzer spezifischer Dienste wenden. Typische Merkmale sind ein klar eingegrenzter Empfängerbereich, glaubwürdige Inhalte, eine hohe Sprachqualität und weitgehend originalgetreu aussehende Webseiten. So registrierte eleven im ersten Halbjahr Phishing-Kampagnen gegen Kunden von Amazon Deutschland und der Deutschen Postbank sowie Nutzer des Online-Bezahldienstes PayPal. Malware-Kampagnen tarnten sich beispielsweise als vermeintliche Handyrechnungen, Abholscheine der Deutschen Post oder angebliche Steuerbescheide.

Event-Spam legt weiter zu

Das erste Halbjahr 2012 stellte einen Höhepunkt Eventbezogener Spam-Kampagnen dar. Vor allem zum Valentins- und zum (amerikanischen) Muttertag konnte eleven zahlreiche Kampagnen beobachten, wobei auch diese zunehmend auf spezifische Länder und Regionen abzielen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf großen Sport-Events, insbesondere der Fußball-Europameisterschaft und den Olympischen Sommerspielen in London. Beide dienten vor allem als Köder für Phishing-Kampagnen. Beliebteste Masche in beiden Fällen: angebliche Ticket-Lotterien, mit deren Hilfe persönliche sowie Konto- und Kreditkartendaten erbeutet werden sollten.

Rückkehr westlicher Industrieländer

Nach der Abschaltung des Rustock-Botnets im März 2011 war der Spam-Versand aus westlichen Industrieländern weitgehend zusammengebrochen – nah, aber vor allem im zweiten Quarta2012 wieder spürbar zu. In der gesamten ersten Jahreshälfte lagen die USA wieder auf Platz 6 der Spam-Versender. Im Juni 2012 befanden sich dann sogar mit Deutschland (Platz drei), den USA (Platz fünf) und Großbritannien (Platz acht) drei Länder unter den zehn größten Spam-Quellen. Nummer eins bleibt weiterhin Indien.

Pharma-Spam wieder die Nummer eins

Eine weitere Folge der Rustock-Abschaltung war die Ablösung von Pharma-Spam durch Casino-Werbung. Im ersten Halbjahr 2012 eroberte sich Werbung für Viagra & Co. die Spitzenposition zurück: Fast ein Drittel der Spam-E-Mails nahmen sich diesem Thema an. Casino-Spam landetet mit 15 Prozent auf Rang zwei. Auf Platz drei gewann Job-Spam mit fast 5 Prozent an Bedeutung.

(Redaktion)


 


 

Spam-Versand
E-Mails
Kunden
Spam
Nutzer
Amazon Deutschland Phishing-E-Mails
Malware
Phishing

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Spam-Versand" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: