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Mit dem Rad Bielefeld entdecken

Auf sehenswerten Themenrouten durch die grüne Stadt am Teutoburger Wald

Bielefeld ist berühmt für seinen Pudding, internationale Modemarken und die Bielefeld-Verschwörung. Doch Bielefeld hat noch viel mehr zu bieten: ausgedehnte Grünanlagen, den Teutoburger Wald mitten in der Stadt und idyllische Landschaften, wo sie niemand vermutet.

Besonders bequem lässt sich die ostwestfälische Metropole mit dem Rad erkunden. „Das gut ausgebaute Radwege-Netz sorgt für entspannte Entdeckungstouren durch Bielefeld“, sagt Hans-Rudolf Holtkamp, Geschäftsführer der Bielefeld Marketing GmbH.

Für Tagestouristen lohnen sich vor allem die vielfältigen Themenrouten, die Sehens- und Wissenswertes miteinander verbinden. Eine dieser Routen ist „das grüne Netz“, ein Radwanderweg von 25 Kilometern Länge, der auf überwiegend autofreien Wegen dazu einlädt, Bielefelds grüne Seite zu entdecken. Die Rundtour beginnt mitten in der Innenstadt am Ravensberger Park und führt durch Grünanlagen, Wiesen und Felder, vorbei an idyllischen Bauernhöfen, Bächen und Teichen, um schließlich in der Bielefelder Altstadt anzukommen. Entlang der Strecke laden Spiel- und Grillplätze zu einer Pause ein. Eine Auszeit der etwas anderen Art bieten die Sehenswürdigkeiten und Museen in der Innenstadt, zu denen sich ein Abstecher auf jeden Fall lohnt. Historisches Museum, Museum Huelsmann, Kunsthalle oder der Bielefelder Kunstverein im Waldhof sind nur einige Adressen, die entlang des „grünen Netzes“ für eine kulturelle „Verschnaufpause“ gut sind.

Unterwegs weisen gut erkennbare Schilder den Radfahrern den Weg. „Das grüne Netz“ verläuft größtenteils auf gerader Strecke mit wenig Steigung und kann so auch von Anfängern oder Kindern gut bewältigt werden. „Das grüne Netz“ ist als zweisprachige Broschüre (Deutsch und Niederländisch) mit herausnehmbarer Fahrradkarte erhältlich.

Zu einer „himmlischen“ Entdeckungsreise lädt die „Engelroute“ zwischen Bielefeld und Herford ein. Dieser Rundweg führt auf einer Strecke von 48 Kilometern über verkehrsarme Straßen und Grünanlagen durch das Ravensberger Hügelland. Ihren Namen verdankt die „Engelroute“ den geschnitzten Himmelsboten, die sich an den Torbögen vieler Bauernhöfe der Region finden lassen. Die mittelschwere Strecke mit leichten Steigungen passiert 23 dieser Höfe und gewährt einen sehenswerten Einblick in die Handwerkskunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Auch Naturliebhaber kommen auf der „Engelroute“ auf ihre Kosten, denn der Radwanderweg führt durch Naturschutzgebiete und ausgedehnte Parkanlagen.

Auf ein ungewöhnliches Konzept setzt die „Klimaschutz-Route“ des Bielefelder Umweltamtes. Sie ist Teil der KlimaKampagne der Stadt Bielefeld und eine von vier Umwelttouren, die das Umweltamt in diesem Zusammenhang erarbeitet hat. Die 22 Kilometer lange Strecke führt vorrangig durch den Bielefelder Osten und vermittelt an 11 Exkursionspunkten Wissenswertes zu regenerativen Energien, ökologisch nachhaltigen Stadtquartieren, Klimageschichte und biologischer Landwirtschaft. Mit Hilfe der ausführlichen Broschüre können Radfahrer auf eigene Faust praktische, anschauliche Beispiele für aktiven Klimaschutz „erradeln“ und gleichzeitig einen etwas anderen Teil der Stadt entdecken.

Nicht nur ein optischer Hingucker ist der „Millenniums-Radweg“ des Welthauses Bielefeld. Diese bundesweit einmalige Themenroute wurde im September 2011 offiziell eröffnet und verbindet auf einzigartige Weise eine Radtour mit einem spannenden Crashkurs in Entwicklungspolitik. Entlang der 25 Kilometer langen Strecke des „Millenniums-Radwegs“, die der Route des „grünen Netzes“ folgt, stehen sieben Stationen mit Sitzmöglichkeiten, an denen anhand von Hörbeispielen und Infotafeln die acht Millenniumsentwicklungsziele vorgestellt werden, die die Vereinten Nationen im Jahr 2000 verabschiedet haben.

Diese Stationen beeindrucken nicht nur durch ihre kompakte Wissensvermittlung, sondern auch durch ihr außergewöhnliches Design, das von den Architekten Sven Detering und Klaus Beck in Zusammenarbeit mit dem Welthaus Bielefeld und der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz entwickelt wurde. Dabei liegt der Schwerpunkt der Gestaltung auf einer architektonischen Umsetzung der Millenniumsziele. Wer nach einer Tour entlang des „Millenniums-Radwegs“ mehr über die Bekämpfung der weltweiten Armut oder das Projekt erfahren möchte, findet auf der Internetseite  www.welt-erfahren.org ausführliche Informationen dazu. Ergänzend bietet das Welthaus Bielefeld auch geführte Radtouren zum Thema an.

Eine große Auswahl an Fahrradkarten, darunter auch „Das grüne Netz“, der „Millenniums-Radweg“ und die „Engelroute“, ist in der Bielefelder Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, 33602 Bielefeld, Tel. (05 21) 51 69 99, erhältlich.

Tourenvorschläge und nützliche Links zu den beschriebenen Routen gibt es auf  www.bielefeld.de/radwandern. Interaktives Kartenmaterial und umfangreiches Infos finden sich auf www.teutonavigator.com. Für Gäste, die Bielefeld zwar mit dem Rad, aber nicht auf eigene Faust erkunden wollen, bietet die Bielefeld Marketing GmbH zwei verschiedene geführte Fahrradtouren für Gruppen an. Wer sein eigenes Fahrrad lieber zu Hause lassen möchte, kann in der Radstation direkt am Bielefelder Hauptbahnhof aus eine großen Anzahl verschiedenster Leih-Räder wählen. So gerüstet, steht einer Entdeckungstour durch die Stadt nichts mehr im Weg.

(Redaktion)


 


 

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