Sie sind hier: Startseite Ostwestfalen-Lippe Aktuell News
Weitere Artikel
  • 04.11.2010, 09:34 Uhr
  • |
  • Essen/Ostwestfalen-Lippe
  • |
  • 0 Kommentare
Arbeitsmarkt

Merkel sorgt sich um die Alten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem anstehenden Bundesparteitag ihrer Partei erneut für ihren "Herbst der Entscheidungen" geworben und mehr Veränderungsbereitschaft in der Gesellschaft angemahnt. So sei etwa die Rente mit 67 vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung hin zu mehr älteren Menschen eine "Entscheidung für Gerechtigkeit", sagte Merkel auf einer Regionalkonferenz der CDU am Mittwochabend in Essen.

Dass derzeit 2,2 Millionen Langzeitarbeitslose keine Chance auf eine neue Stelle hätten, weil sie älter als 50 seien, dürfe nicht länger akzeptiert werden. "Da läuft etwas schief, da müssen wir umdenken", sagte die Kanzlerin. Eine Gesellschaft, die nicht mehr auf Erfahrung setze und es nicht zulasse, wenn es mal "etwas langsamer" zugehe, sei keine menschliche Gesellschaft mehr.

Vor diesem Hintergrund mahnte Merkel grundsätzlich mehr Veränderungsbereitschaft in der Gesellschaft an. Der Protest beispielsweise gegen notwendige Technologie- und Infrastrukturprojekte wie etwa neue Stromleitungen für erneuerbare Energien oder Bahnhofsneubauten gefährde die Zukunftsfähigkeit des Lande, warnte die Kanzlerin in Anspielung auf den Widerstand gegen das Bahn-Großprojekt "Stuttgart 21". Sie frage sich manchmal, ob heute hierzulande noch einmal so grundsätzliche technische Erfindungen wie Elektrizität und Eisenbahn möglich seien.

Merkel verteidigte auf der letzten Regionalkonferenz vor dem Parteitag auch die geplante Bundeswehrreform. Die geplante Aussetzung der Wehrpflicht sei nicht mit einer Abschaffung der Wehrpflicht gleichzusetzen. Für die aktuelle Bedrohungslage gebe es aber "andere Formen", wie Deutschland seine Verteidigung sichern könne. Niemand könne aber wissen, wie diese Lage etwa in 20 Jahren sei.

Die bundesweiten Regionalkonferenzen sollen die CDU-Parteibasis vor dem Bundesparteitages der CDU Mitte November in Karlsruhe in die Diskussion wichtiger Themen einbinden. In Essen kamen nach Parteiangaben rund 2000 Mitglieder zusammen.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe kündigte angesichts der neuen Führungsmannschaft in der NRW-CDU um den neuen Landesvorsitzenden Norbert Röttgen harten Widerstand gegen die rot-grüne Minderheitsregierung in NRW an. "Rot-Grün bekommt, was es braucht: Eine geschlossene und entschlossene Opposition, damit der Spuk ein Ende hat", sagte er. Die NRW-CDU bekomme mit Röttgen einen "ganz starken Landesvorstand".

(Frank Brettschneider dapd-nrw)


 


 

Merkel
Gröhe
Röttgen
CDU
Gesellschaft
Regionalkonferenz
Partei
Kanzlerin
Hintergrund
Bundesparteitag

Passende Artikel suchen

Finden Sie weitere Artikel zum Thema "Merkel" - jetzt Suche starten:

Kommentar abgeben

Bei einer Antwort möchte ich per E-Mail benachrichtigt werden

 
 

 

Entdecken Sie business-on.de: