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Alleine, aber gemeinsam wohnen

Mietwohnungen für gemeinschaftliches Wohnen

Das Konzept ist einfach, aber neu am Wohnungsmarkt: Mehrere Menschen im Alter zwischen 50 und 75 Jahren ziehen in ein innerstädtisches, barrierefreies Mehrfamilienhaus. Jeder lebt in seiner eigenen Mietwohnung – nach seinen individuellen Bedürfnissen und ist doch nicht allein. Man trifft sich zum gemeinsamen Essen, Plaudern, Entspannen im Gemeinschaftsraum. Oder entwickelt Pläne für die Freizeit, unterstützt soziale Projekte oder unternimmt Sinn stiftende Aktivitäten. Im Krankheitsfall achtet man aufeinander, bei Pflegebedarf werden ambulante Dienste hinzugezogen. Dafür steht zusätzlich das qualifizierte Team in einem Service Point beratend zur Seite. Es ermuntert und unterstützt die Gemeinschaft durch Hilfe zur Selbsthilfe und bietet auf Wunsch ganz konkrete Service- und Hilfeleistungen zu Festpreisen an.

20 Mietwohnungen mit Kontakten und gemeinschaftlichen Aktivitäten
Das Wohnkonzept wird jetzt erstmals von der INTERBODEN-Gruppe in Düsseldorf-Pempelfort im neuen Stadtviertel „Le Quartier Central“ angeboten. 20 moderne Mietwohnungen mit Balkonen und Loggien sind hierfür vorgesehen. Zur Förderung der Kommunikation gibt es einen 80 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum sowie im Eingangsbereich der Wohnungen großzügige Flächen mit Aufenthaltsqualität. „Der drei Meter breite Laubengang zu den Wohnungen ist Teil des Konzepts“, sagt Andreas Ludwig, zuständiger Projektleiter in der INTERBODEN-Gruppe. Hier werden Hochbeete angelegt, Bänke mit Ausblick zum grünen Innenhof aufgestellt oder Gerätekammern eingerichtet.

Das barrierefreie Mehrfamilienhaus liegt verkehrsgünstig zur Innenstadt und zum S-Bahnhof Wehrhahn in der Schinkelstraße 19 – direkt am neuen Düsseldorfer Stadtpark. Ab Herbst 2009 können die Wohnungen bezogen werden. Die 1- bis 4-Raumwohnungen haben Wohnflächen zwischen 45 und 90 Quadratmetern. Ein Aufzug fährt von den Stellplätzen im Tiefgeschoss bis zur Wohnungstür. Der Mietpreis liegt zwischen 10 bis 11 Euro plus Nebenkosten. Die Wohngruppe wird professionell begleitet.

Das neue Wohnkonzept soll bestehende Gruppen ebenso ansprechen wie einzelne Interessierte. Als Moderator und Katalysator fungiert das INTERBODEN-Institut, Institut für Lebenswelten (ILW). „Wir beraten Interessierte, organisieren Workshops und unterstützen die Gruppenbildung“, erläutert Gabriel Spitzner, Leiter des ILW. Zusätzlich sind Treffen geplant, um beispielsweise erfolgreiche Wohnprojekte dieser Art in NRW zu besichtigen und sich mit anderen Wohngruppen auszutauschen. „Wohnen in der Gemeinschaft ist ein zentrales Thema für viele ältere, insbesondere alleinstehende Menschen“, weiß Gabriel Spitzner. Häufig würden die privat initiierten Projekte jedoch an der Umsetzung scheitern.

Pilotprojekt – Weitere Angebote folgen

Das Projekt „Alleine gemeinsam wohnen“ ist eine Antwort der INTERBODEN-Gruppe auf die Wünsche älterer Menschen. „Wer sich über Quartiersentwicklung Gedanken macht, muss an alle und damit auch an die wachsende Gruppe denken, die im Alter das gemeinschaftliche Wohnen präferiert“, erläutert Andreas Ludwig, zuständiger Projektleiter für die Gesamtbebauung auf dem ehemaligen Güterbahnhof Derendorf. Für INTERBODEN wird es nicht das letzte Projekt dieser Art sein. „Wir wollen mit diesem ersten Angebot Erfahrungen sammeln und das Nischenprodukt ‚Gemeinschaftswohnen‘ weiter ausbauen.“ Bei neuen Wohnprojekten im ‚Le Quartier Central‘ sollen interessierte Gruppen von Anfang an in die Planung mit einbezogen werden.

(Redaktion)


 


 

Interboden
Institut für Lebenswelten
Le Quartier Central

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