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Milchbauern kämpfen mit Lieferstopp für höhere Preise von Molkereien

Die deutschen Milchbauern haben ihre Lieferungen an die Molkereien teilweise eingestellt. In Nordrhein-Westfalen sei rund ein Viertel der Milchbauern einem entsprechenden Aufruf des Bundesverbandes der Deutschen Milchviehhalter (BDM) gefolgt, sagte BDM-Beiratsmitglied Karl-Josef Vermöhlen in Sonsbeck (Kreis Wesel). In den nächsten Tagen sei mit einer weiter wachsenden Beteiligung zu rechnen. Verbraucher müssten in zwei bis drei Tagen mit Engpässen bei Milchprodukten rechnen.

Mit ihrem Lieferstopp protestieren die Bauern gegen den Preisverfall der Milch in den vergangenen Monaten. Wie der BDM-Vorsitzende Romuald Schaber der «Neuen Osnabrücker Zeitung» sagte, sind die Preise seit Januar von über 40 Cent auf 28 bis 34 Cent pro Liter gesunken. Der BDM will mit seinem Lieferstopp einen Basispreis von 43 Cent pro Liter durchsetzen.

Den Molkereien warf Schaber vor, das Problem auszusitzen, die Bauern müssten daher «die Suppe auslöffeln». «Uns ärgert vor allem, dass wir mit den Molkereien Strategiegespräche geführt haben, um den Überhang aus den Märkten zu kriegen. Aber die Molkereien sind darauf gar nicht eingegangen», sagte Schaber der Zeitung.

Die rund 33 000 Mitglieder des BDM liefern eigenen Angaben zufolge rund 45 bis 50 Prozent der deutschen Milch. In NRW gehören dem Verband rund 2000 Milchbauern an.

(Redaktion)


 


 

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