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Sommerzeit beginnt am Wochenende

Mini-Jetlag durch Zeitumstellung

Die Zeitumstellung feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag: Zum 30. Mal seit Einführung der Sommerzeit 1980 werden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Am 29. März 2009 springen sie in der Nacht von Samstag auf Sonntag um 2.00 Uhr auf 3.00 Uhr um. Allerdings kann der kleine Dreh an der Uhr den Bio-Rhythmus durcheinander bringen und führt häufig zu einer Art Mini-Jetlag. Die Techniker Krankenkassen (TK) in Hessen empfiehlt deshalb, sich frühzeitig auf die Zeitumstellung vorzubereiten. "Bereits ein paar Tage vorher sollten Betroffene etwas später ins Bett gehen und auch die Mahlzeiten später als gewohnt einnehmen. Umfangreiche Abendessen müssen dabei allerdings vermieden werden", erklärt Jana Flommersfeld, Sprecherin der TK in Hessen.

"Wer normalerweise einen Mittagsschlaf macht, sollte nach der Zeitumstellung etwa eine Woche lang darauf verzichten, um nachts besser schlafen zu können", so Flommersfeld. Bis sich die innere Uhr und der Tagesablauf wieder aufeinander eingestellt haben, können individuell stark ausgeprägte Symptome auftreten. Dazu gehören Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, depressive Verstimmungen und Appetitlosigkeit. Vor allem ältere Menschen und Kinder sind davon betroffen, da sich ihr Organismus schwerer an Zeitumstellungen anpasst.

Der Grund für Probleme ist die innere Uhr: Die Sonne beeinflusst durch den Wechsel von Hell und Dunkel im Tagesverlauf die Ausschüttung des "Schlafhormons" Melatonin. Deshalb sind viele Menschen nach der Zeitumstellung noch nicht müde, obwohl die Uhr bereits die gewohnte Schlafenszeit anzeigt. Die Anpassung an den neuen Tag-Nacht-Rhythmus kann individuell unterschiedlich lange dauern und schwankt meist zwischen zwei und sieben Tagen.

Bei schweren Problemen durch die Sommerzeit sollte dennoch auf die Einnahme von Schlafmitteln verzichtet werden. Stattdessen helfen beruhigende Tees oder ein warmes Bad. Auch Entspannungstechniken wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson und autogenes Training fördern das Einschlafen. Die TK bietet in Hessen zahlreiche Präventionskurse, um diese Entspannungstechniken zu erlernen.

Quelle: TK-Landesvertretung Hessen

(Redaktion)


 


 

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