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Wärmepumpen NRW

Ministerin Thoben eröffnet ersten Bauabschnitt von Europas größter Wärmepumpensiedlung

Köln/Düsseldorf. "In Nordrhein Westfalen sind mittlerweile insgesamt über 50.000 Wärmepumpen als Heizsysteme installiert. Wir haben auch 2008 das Ziel, den Marktanteil von Wärmepumpen bei Neubauten in NRW auf zehn Prozent zu steigern, erreicht. Dieses Ergebnis bestärkt uns in unseren Anstrengungen, den Einsatz der Wärmepumpentechnik auch weiterhin zu forcieren", betont NRW Wirtschaftsministerin Christa Thoben.

"Das Neubauprojekt der GAG in Köln und die Wärmepumpen-Wochen NRW leisten deshalb einen wichtigen Beitrag, immer mehr Bauträger, Architekten und die Menschen von dieser kostengünstigen und Klima schonenden Heizungsvariante zu überzeugen", sagte NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben  bei der Einweihung des ersten Bauabschnitts für die Wärmepumpensiedlung im Kölner Stadtteil Niehl und zum bevorstehenden Auftakt der 10. Wärmepumpen-Wochen des Wärmepumpen-Marktplatz NRW der EnergieAgentur.NRW.

Wärmepumpen-Wochen NRW

Die neun bisherigen Wärmepumpen-Wochen NRW waren sehr erfolgreich und trugen zur bundesweiten Erfolgsgeschichte maßgeblich bei. Im Jahr 2008 gab es deutschlandweit nach ersten Aussagen des Bundesverbandes Wärmepumpe einen Rekord von rund 55.000 neu installierten Wärmepumpen-Heizungsanlagen. Die diesjährigen Wärmepumpen-Wochen finden vom 31. Januar bis 14. Februar mit rund 200 Veranstaltungen in ganz NRW statt.

Größtes Bauvorhaben für eine Wärmepumpensiedlung

Die GAG Immobilien AG, Kölns größte Wohnungsgesellschaft mit rund 42.000 Wohnungen und rund 100.000 Mietern, errichtet rund 400 Wohnungen und Häuser auf dem ehemaligen Siemensgelände an der Amsterdamer Straße in Köln-Niehl. "Die Siedlung Niehler WohnArt ist das bisher größte Bauvorhaben für eine Wärmepumpensiedlung in Europa. Alle Wohnungen und Einfamilienhäuser werden mit Umweltwärme versorgt werden. Das senkt die Kosten für die Heizungs- und Warmwasseraufbereitung deutlich und davon sollen nach der Fertigstellung Ende 2010 rund 800 bis 1.000 neue Bewohner profitieren", so GAG-Vorstandsmitglied Günter Ott.

Wärmepumpen senken Heizkosten

Wärmepumpen nutzen bis zu 80 Prozent Umweltenergien, die kostenlos, schadstofffrei und sich immer wieder natürlich erneuernd zur Verfügung stehen. Mit diesen Umweltenergien und einem Restanteil Strom für den Antrieb der Wärmepumpe kann man heizen, aber im Sommer sein Haus auch kühlen. So senken Wärmepumpen die Heizkosten um mehr als 50 Prozent.

Ministerin Thoben: "Der Trend zur Nutzung der Umweltwärme geht jedes Jahr deutlich nach oben. Dabei sind die Bedingungen zur Nutzung von Erdwärme in Nordrhein-Westfalen besonders gut. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes ist nach Ermittlungen des Geologischen Dienstes NRW hierfür bestens geeignet. Aber auch die Luft ist eine hochinteressante Energiequelle, die von Wärmepumpen gewinnbringend genutzt werden kann."

Die ausgereifte, langzeitbewährte Technik macht sich außerdem schnell bezahlt. Die Anschaffungskosten für eine Wärmepumpenanlage liegen mit 10.000 bis 20.000 Euro (je nach Hausgröße, Ausstattung und Art der gewählten Umweltwärme) zwar etwas über denen für einen leistungsgleichen modernen Heizungskessel mit Öl- oder Gasfeuerung. Die niedrigen Betriebskosten – gemessen an den heutigen Energiepreisen - sorgen aber dafür, dass sich diese Investition bereits spätestens nach zehn Jahren bezahlt gemacht hat.

Förderprogramme

Damit Erdwärme von den Bürgern im Land einfacher nutzbar wird, hat die Landesregierung NRW die "Potenzialstudie Geothermie NRW" für das oberflächennahe Erdwärmepotenzial beim Geologischen Dienst NRW in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse wurden auf einer CD-Rom zur weiteren Nutzung veröffentlicht. Ergänzend hierzu bietet der Geologische Dienst NRW einen kostenlosen Standortcheck für jedes Grundstück in NRW über das Internet sowie eine kostenpflichtige detaillierte geologisch-geothermische Stellungnahme an. Konkret bedeutet dies, dass nun bei jedem Neubau oder auch beim Austausch einer Heizungsanlage im Internet unter www.geothermie.nrw.de sofort geprüft werden kann, ob und mit welchem System sich auf dem individuellen Grundstück die Nutzung von Erdwärme lohnt und ob sie überhaupt verwendet werden darf. Dieses Informationsangebot ist bundesweit einmalig.

Förderprogramme des Bundes (zinsverbilligte Kredite der KfW) können über die örtlichen Kreditinstitute beantragt werden. Auch bieten zahlreiche Energieversorgungsunternehmen in NRW Zuschüsse für Wärmepumpen an.

(Redaktion)


 


 

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